28.05.2020 20:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Schweiz
Etwas mehr AHV- und IV-Bezüger
Die Zahl der AHV-Bezüger hat 2019 um 40'000 Personen zugenommen. Im letzten Jahr bezogen rund sechs von 100 Versicherten in der Schweiz mindestens einmal eine Leistung der IV.

So erhielten im Dezember 2019 total 2'403'800 Personen in der Schweiz oder im Ausland eine Altersrente. Die Zahl der Personen, die Leistungen der Invalidenversicherung bezogen, stieg ebenfalls leicht von 433'000 auf 438'000.

Die Zahl der AHV-Bezüger hat 2019 um 40'000 Personen (1,7 Prozent) zugenommen. Die AHV zahlte zudem eine Hinterbliebenenrente an 196'100 Bezüger innen und Bezüger. Rund 35 Prozent aller AHV-Renten flossen an Personen, die im Ausland leben, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) am Donnerstag mitteilte.

Die AHV gab 45,3 Milliarden Franken aus und nahm 44,1 Milliarden Franken ein. Dieser Überschuss wird jedoch durch Einnahmen aus dem AHV-Ausgleichsfonds und durch die Verzinsung der IV-Forderung (2,85 Milliarden Franken) gedeckt. Das Betriebsergebnis ist daher positiv (1,68 Milliarden Franken).

Im letzten Jahr entrichteten die Versicherten Beiträge in der Höhe von 32,5 Milliarden Franken. Der Bund als zweitwichtigste Finanzierungsquelle steuerte 8,8 Milliarden Franken bei, wie es weiter heisst. Über das Mehrwertsteuerprozent zugunsten der AHV wurden Einnahmen von 2,4 Milliarden Franken erzielt. Den grössten Ausgabenteil bildeten 2019 die Renten mit 44,1 Milliarden Franken. Die restlichen Ausgaben entfallen auf Hilflosenentschädigungen, individuelle Massnahmen und Beiträge an Institutionen.

90 Prozent der IV-Bezüger wohnen in der Schweiz

2019 bezogen 438'000 Personen Leistungen der Invalidenversicherung in Form von Eingliederungsmassnahmen, Invalidenrenten oder Hilflosenentschädigungen. Davon wohnten über 90 Prozent in der Schweiz. Von 247'000 Invalidenrenten wurden rund 218'000 in der Schweiz und knapp 30'000 im Ausland ausbezahlt.

Die IV verzeichnete einen Verlust von 400'000 Franken: Die Ausgaben beliefen sich auf 9,5 Milliarden Franken, während die Einnahmen 9,1 Milliarden Franken betrugen. Diese Verschlechterung ist laut BSV primär auf das Ende der bis 2017 befristeten Zusatzfinanzierung zurückzuführen, dank welcher der IV 2018 noch Restzahlungen aus der Mehrwertsteuer von 0,24 Milliarden gutgeschrieben worden waren.

Bei einem Anlageergebnis von 0,41 Milliarden Franken resultierte 2019 im Total ein Betriebsergebnis von 24 Millionen Franken. Im Vorjahr war infolge des deutlich schlechteren Anlageergebnises ein negatives Betriebsergebnis von minus 0,2 Milliarden erzielt worden.

Die Beiträge der Versicherten und Arbeitgeber trugen mit 5,5 Milliarden Franken mehr als die Hälfte zu den Einnahmen bei. Der Beitrag des Bundes belief sich auf 3,6 Milliarden Franken.

Den grössten Ausgabenteil bildeten die Renten mit 5,4 Milliarden Franken, was 57 Prozent des Ausgabentotals entspricht. Individuelle Massnahmen schlugen mit 2,0 Milliarden Franken zu Buche (21 Prozent). Mit 111'000 Leistungen standen die medizinischen Massnahmen (vor allem bei Kindern mit Geburtsgebrechen) an der Spitze, es folgte die Abgabe von Hilfsmitteln an 66'000 Personen. Das am häufigsten beanspruchte Hilfsmittel war laut BSV das Hörgerät.

Für rund 45'000 Personen vergütete die IV Massnahmen zur beruflichen Eingliederung im Umfang von 750 Millionen Franken.

Sechs von 100 Personen beziehen IV-Rente

Im Jahr 2019 bezogen rund sechs von 100 Versicherten in der Schweiz mindestens einmal eine Leistung der IV. Versicherte unter 20 Jahren weisen einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Leistungsbeziehenden auf, dies meist wegen medizinischer Massnahmen infolge von Geburtsgebrechen.

Bei Versicherte im mittleren Alter handelt es sich vor allem um Massnahmen zur beruflichen Eingliederung sowie um Renten. Versicherte zwischen 55 und 64 Jahren ihrerseits sind am häufigsten von gesundheitlichen Problemen betroffen. 

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