28.07.2015 13:30
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
EU: Bedeutung der Landwirtschaft unterschiedlich
Die Struktur und die Bedeutung der Landwirtschaft in den EU-Mitgliedsländern sind sehr unterschiedlich. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) vergangene Woche mitteilte, hat die Land- und Forstwirtschaft 2013 insgesamt 1,7% zur volkswirtschaftlichen Bruttowertschöpfung in der Gemeinschaft beigesteuert.

In Deutschland, der grössten Volkswirtschaft der EU, lag der Anteil des Agrarsektors an der gesamten Bruttowertschöpfung allerdings nur bei 0,9%. Etwa doppelt so hoch waren die Anteile in Frankreich mit 1,8% und in Italien mit 2,1%. Den grössten Beitrag für die heimische Wirtschaft leistete laut RLV die Agrarbranche in Rumänien mit 6,4%, gefolgt von Bulgarien und Lettland mit jeweils 4,9% und Ungarn mit 4,8%.

Unterschiedlich fiel dem RLV zufolge auch der landwirtschaftliche Erwerbstätigenanteil in den einzelnen EU-Ländern aus. Besonders hoch war dieser in Rumänien, wo die in der Landwirtschaft Beschäftigten 30 % aller Erwerbstätigen stellten. In Griechenland waren es 13%, in Polen 12% und in Portugal 11%. Dagegen kamen das Vereinigte Königreich, Luxemburg, Belgien und Deutschland nur auf Anteile zwischen 1,1 und 1,5%.

Mit Blick auf den Strukturwandel in der Union stellte der RLV fest, dass sich die landwirtschaftliche Fläche in den Jahren 2003 bis 2010 kaum verändert habe. Allerdings sei die durchschnittliche Betriebsgrösse in diesem Zeitraum in der EU von 12 ha auf 14 ha gestiegen. In Deutschland liege das mittlere Betriebsareal allerdings deutlich darüber, und zwar bei gut 55 ha.

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