24.12.2013 10:08
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
EU: Landwirtschaftliche Einkommen 2013 im Mittel gesunken
Das Jahr 2013 war für die EU-Landwirte unter dem Strich kein so gutes Jahr wie 2012. Das geht aus aktuellen Zahlen des EU-Statistikamts (Eurostat) hervor.

Laut ersten Schätzungen auf Basis nationaler Daten ist das landwirtschaftliche Realeinkommen je Arbeitskraft im auslaufenden Kalenderjahr um 1,3% zurückgegangen. Als Auslöser gilt vor allem ein Anstieg der realen Vorleistungskosten um 0,8%, während der Wert der landwirtschaftlichen Produktion zu Erzeugerpreisen annähernd konstant blieb.

Zwischen den Mitgliedstaaten ergeben sich teils beträchtliche Unterschiede. Eurostat erwartet die höchsten Einkommenszuwächse je Arbeitskraft in den Niederlanden, Rumänien, Spanien und Italien. Dem stehen Verluste von 16 bis 17 Prozent in Estland, Frankreich und Kroatien gegenüber. Auch in Deutschland wird nach Angaben der Statistiker ein deutliches Minus von -10% verzeichnet.

Diese Zahl ist pessimistischer als die Einschätzung des Deutschen Bauernverbands (DBV), der in seinem jüngsten Situationsbericht für das Kalenderjahr 2013 von einer um nominal 1,8% geringeren Nettowertschöpfung je Arbeitskraft ausgeht. Dieser Wert entspricht nach Auskunft des DBV einer realen Verringerung um 4%. Grund für die Diskrepanz dürften unterschiedliche Datengrundlagen und Ausgangsschätzungen sein. Das ändert nichts daran, dass die deutschen Haupterwerbsbetriebe im Wirtschaftsjahr 2012/13 ein kräftiges Plus im Unternehmensergebnis erzielen konnten.

Laut Eurostat wurden 2013 in der EU weniger Olivenöl, Zuckerrüben, frisches Gemüse sowie Zierpflanzen produziert. Gleichzeitig stieg die Erzeugung von Kartoffeln, Getreide, Ölsaaten, Obst und Wein. Für Ölsaaten, Getreide, Zuckerrüben und Zierpflanzen wurden Preisabschläge verzeichnet, während sich frisches Gemüse, Obst, Wein, Kartoffeln und Olivenöl verteuerten.

Im Bereich der Tierproduktion wurden weniger Schafe und Ziegen, Rinder und Schweine für die Fleischerzeugung gehalten. Die Milchproduktion blieb annähernd konstant, während mehr Geflügelfleisch und Eier erzeugt wurden. Milch, Geflügel-, Rind- und Schweinefleisch kosteten mehr als im Vorjahr, während die Preise vor allem für Eier fielen.

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