10.03.2017 11:23
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Europäischer Milchmarkt
EU: Rekord-Milchmenge erwartet
Die Milchproduktion in der Europäischen Union dürfte 2017 auf einen neuen Höchstwert steigen. Gemäss einer Kurzfrist-Prognose der EU-Kommission wird ein Wachstum von 0,6 Prozent auf 154 Millionen Tonnen erwartet.

Im 1. Quartal 2017 dürfte die Produktion noch unter dem Niveau des Vorjahres zu liegen kommen. In den Frühjahrsmonaten soll die Einlieferung gemäss Prognose das Vorjahresniveau erreichen. In der zweiten Jahreshälfte wird, unter Voraussetzung stabiler Produzentenpreise, ein spürbarer Anstieg der Milchmenge gegenüber 2016 erwartet, schreibt aiz.info.

Steigende Milchleistung pro Tier

2016 erreichte die Produktion in der EU mit 153,3 Mio. Tonnen einen neuen Höchststand. Vor allem Irland und Holland dehnten die Produktion deutlich aus. In diesem Jahr rechnet die EU-Kommission mit einer Zunahme von 0,6 Prozent auf 154 Mio. Tonnen.

Zwar soll der Milchkuhbestand um 1,6 Prozent auf 22,9 Millionen Tiere sinken. Der Anstieg der durchschnittlichen Milchleistung je Kuh um 2% auf 7’066 kg werde dieses Minus jedoch mehr als kompensieren, so die Kommission. Vor allem in den Niederlanden wird wegen eines Phosphatreduzierungs-Plans die Anzahl Tiere um 190'000 Stück verkleinert.

Für 2018 rechnet die Kommission erneut mit einer Ausdehnung der Milchmenge. Sie könnte um 0,9 Prozent auf 155,4 Mio. Tonnen steigen. Voraussetzung dafür sind eine steigende internationale Nachfrage und bessere Exportmöglichkeiten.

Preisentwicklung unsicher


Die Produzentenpreise in der EU sind in der ersten Hälfte 2016 auf ein sehr tiefes Niveau gesunken. In der zweiten Jahreshälfte erholten sie sich, im Dezember wurde ein Durchschnittspreis von 33.10 Cent/kg netto (35.7 Rp/kg) ausgezahlt.

Die weitere Preisentwicklung im Jahr 2017 hängt laut EU-Kommission insbesondere von der globalen Angebotssituation ab. In der Union wird der Anlieferungs-Höhepunkt in den Frühjahrsmonaten (Mai) erwartet. Danach zeigt die Lieferkurve zwar nach unten, gegenüber dem Vorjahr werden aber höhere Mengen erwartet.

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