22.03.2019 14:18
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
EU steigert Milchpulverexporte
Die Exporte von Magermilchpulver konnten stark gesteigert werden, auch die Lieferungen von Käse in Drittländer fielen umfangreicher aus.

Der Aussenhandel mit Milchprodukten wies im Januar 2019 in der EU unterschiedliche Tendenzen auf: Die Exporte von Magermilchpulver konnten stark gesteigert werden, auch die Lieferungen von Käse in Drittländer fielen umfangreicher aus.

Dem gegenüber verzeichneten die Ausfuhren von Butter und Vollmilchpulver einen Rückgang. Dies geht aus aktuellen Daten der Milchmarkt-Beobachtungsstelle der EU-Kommission hervor. 

Der EU-Aussenhandel mit Magermilchpulver profitierte offenbar von der Räumung der Interventionslager und von den konkurrenzfähigen Preisen. Aktuell bietet die EU dieses Produkt günstiger an als die Mitbewerber in den USA und in Ozeanien.

Die Exporte konnten im Januar 2019 um die Hälfte (+53%) auf 86.800 t angehoben werden, wobei sich Algerien mit knapp 12.000 t, China mit 10.500 t und die Philippinen mit 9.000 t als größte Abnehmer erwiesen. Ein deutliches Plus wurde bei den Lieferungen nach Indonesien, Ägypten, Malaysien und Saudi-Arabien verzeichnet. 

Unter Vorjahresniveau

Den Angaben der Brüsseler Behörde zufolge verringerten sich die EU-Butterexporte im Januar 2019 um 15% auf rund 10.700 t. Der Hauptabnehmer waren die USA mit knapp 2.700 t, was einem deutlichen Plus von 21% entspricht. Die Lieferungen nach China fielen mit 640 t vergleichsweise gering aus, legten aber immerhin um 18% zu.

Auch die Ausfuhren in die Vereinigten Arabischen Emirate (+13%) und nach Taiwan (+23%) wurden erhöht. Diese Steigerungen konnten jedoch die stark rückläufigen Exporte nach Saudi-Arabien (-69%) und nach Singapur (-35%) sowie die geringeren Lieferungen nach Marokko (-57%) und in den Libanon (-22%) nicht kompensieren. 

Auch die Exporte von Vollmilchpulver lagen im Januar unter dem Vorjahresniveau, sie sanken um 10% auf 27.400 t. Wichtigster Kunde war der Oman, der jedoch mit 5.700 t um 9% weniger Ware abnahm. Die Ausfuhren nach Kuwait wurden um 10% auf 1.700 t reduziert, jene nach China um 34% auf 1.500 t. Dem gegenüber konnten die Verkäufe in die Dominikanische Republik um 158% auf rund 1.000 t gesteigert werden, auch Angola (+43%) und Kamerun (+62%) erwiesen sich als wichtige Zielmärkte. 

Im Käsebereich beliefen sich die EU-Ausfuhren im Jänner auf 68.000 t (+8%). Die USA kauften mit 9.700 t um 12% mehr Käse aus der Union und Japan erhöhte seine Bezüge sogar um 41% auf knapp 9.000 t. An dritter Stelle folgte die Schweiz mit gut 5.000 t, was einem Zuwachs von 7% entspricht

 

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