24.10.2014 09:12
Quelle: schweizerbauer.ch - Vitus A. Ehrenbolger
Luzern
Experten lobten Qualität der Tiere
200 Rinder und Kühe wurden vorgeführt. Für die Experten war es keine leichte Aufgabe, die Schönsten auszuwählen.

Ins beste Licht rückte sich das Fleckvieh an der 16. Regionalschau (früher Amtsschau) vor Kurzem bei der Festhalle Willisau. 52 Züchter präsentierten 200 Rinder und Kühe in 20 Abteilungen. Blitzblank gestriegelt standen sie da, die Kühe der vier Rassen: Simmentaler, Swiss Fleckvieh, Red Holstein und Holstein.

Eine Standortbestimmung

Nahezu alle der über 200 angemeldeten Tiere brachten die Züchter aus den sieben Fleckvieh-Zuchtgenossenschaften auf den Schauplatz. Den drei Experten Josef Krügel aus Marbach, Josef Steinmann aus Roggliswil und Erwin Banz aus Rain oblag die nach eigenem Bekunden keineswegs leichte Aufgabe, aus der versammelten Tierpracht die Allerbesten herauszufinden, alle zu beurteilen und zu rangieren.

Welch hohen Stellenwert die Viehzucht in der Region Wiggertal, Hinterland und Napfgebiet hat, hob Präsident Toni Wermelinger aus Hergiswil bei der Begrüssung der zahlreichen Interessierten und Züchter hervor, die vielfach von ihren  Familien auf den Schauplatz begleitet wurden. Eine solche Schau sei für die Züchter primär eine wegweisende Standortbestimmung, aber auch eine Motivation und Aufmunterung für weitere züchterische Anstrengungen, was doch auch viel Geduld und für die jahrelange Aufbauarbeit viel Durchhaltewillen erfordere. Auch Petrus schien am edlen Fleckvieh Gefallen zu haben, lugte doch nachmittags gar die Sonne scheu aus den dunklen Wolken hervor.

National mithalten

Auf reges Interesse stiess die nachmittägliche Vorführung der Abteilungsbesten im Ring, welche die Richter abwechslungsweise kommentierten. Die Experten lobten die Qualität der aufgeführten Tiere der verschiedenen Sektionen, welche – wie schon bei der kürzlich stattgefundenen Regio-Braunviehschau konstatiert wurde – sehr wohl auch auf nationaler Ebene mithalten könnten.

Beim Fleckvieh erkoren die Richter die elegante Nancy von Oskar Kneubühler, eine Merlyn-Tochter, zur Junior-Miss. Rassensiegerin SI wurde Alex  Ahoa von Erich Christen aus Hofstatt. Eine sehr typische, ausdrucksstarke und würdevolle Simmentaler Kuh mit einem bestechenden Euter. Mit beeindruckendem Körperbau, richtiger Flankentiefe und einer guten oberen Linie  präsentierte sich die Rassensiegerin SF Florian Diana. 

Die mittelgrosse Kuh steht im Stall von Pia Kurmann, Hergiswil. Rassensiegerin RH wurde Sina, eine Savard-Tochter; Besitzer ist Josef Kunz, Hergiswil. Überzeugende Beispiele einer gelungenen Zucht sind auch die Leistungskühe ab 50'000 kg Milch, bei denen Jor Eveline gewann. Die Jordan-Tochter steht im Stall von Landwirt Hansueli Maurer in Altbüron.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE