12.09.2018 17:41
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Palmöl
«Fertig mit Palmöl im Futter»
Das umstrittene Palmöl soll im Nutztierfutter nichts mehr zu suchen haben. Der Schweizer Bauernverband hat in seinem Qualitätssicherungsprogramm QM-Schweizer Fleisch die Verwendung verboten.

Das Palmöl steht in Kritik. Dieses wird oft auf Plantagen produziert. Der Anbau von Ölpalmen vor allem in Ländern wie Indonesien und Malaysia wird seit langem wegen der damit häufig verbundenen Rodung ganzer Wälder und auch wegen der Arbeitsbedingungen kritisiert. Umweltschützer fordern bei Palmöl-Verwendung die Einhaltung von ökologischen und sozialen Kriterien.

Zu den Kritikern gehört auch der Schweizer Bauernverband (SBV). Dieser kämpft gegen Palmölimporte. Vor einem Jahr hat die Branche beschlossen, das in vielen Kraftfuttermischungen als Pflanzenfett deklariertes Palmöl zu eliminieren. Mischfutterhersteller gaben bekannt, bis Ende 2017 Palmöl durch andere Komponenten zu ersetzen.

«Die Forderung wurde in den meisten Fällen sehr gut umgesetzt, Restmengen kamen aber weiter zum Einsatz», schreibt der Bauernverband am Mittwoch in einer Mitteilung. «Mit Palmöl im Futter soll nun fertig sein», hält der SBV fest.

Um auch das letzte Palmöl aus dem Nutztierfutter zu verbannen, wurde weitere Massnahmen beschlossen. Das Basis-Qualitätssicherungsprogramm der Schweizer Nutztierproduktion, QM-Schweizer Fleisch, hat beschlossen, die Verwendung von Palmöl im Nutztierfutter in ihrer Richtlinie zu verbieten. «Die Schweizer Landwirtschaft will mit gutem Vorbild vorangehen», schreibt der Verband.

Nun seien die Lebensmittelindustrie und die Politik gefordert. «Denn in den Verarbeitungsprodukten für den menschlichen Verzehr steckt nach wie vor sehr viel Palmöl», hält der SBV fest. Palmöl ist ein wichtiges Basisprodukt für Lebensmittel und viele Körperpflege-, Pharma-, Haushalts- und Hygieneartikel. Es findet sich etwa in Margarine, Cremes, Fertiggebäck, Pizza und Waschmittel.

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