31.12.2014 10:10
Quelle: schweizerbauer.ch - gro/blu
Fleischmarkt
Fleischbranche empört über Werbespot
Der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) verurteile die im Namen des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) über die Feiertage verbreiteten Werbespots gegen den Fleischkonsum aufs Schärfste, teilt der SFF in einer Mitteilung mit.

Die auf dem Fernsehesender SRF 1 ausgestrahlte Botschaft des VgT beurteilt der SFF als «böswillig irreführend, unlauter und völlig deplatziert». Auch stelle sich die Frage, ob bzw. inwieweit damit durch den VgT unter dem Präsidium von Erwin Kessler eine Rechtsverletzung begangen wurde.

Der SFF wolle auch abklären, ob «mit der missionarisch anmutenden Anpreisung des Veganismus eine Missachtung der SRF-Richtlinien hinsichtlich politischer Werbung vorliegt». Der SFF behält sich die Ergreifung weiterer Schritte vor. Der Verband der Metzgerschaft und Fleischverarbeiter betont, dass die Schweiz über einen der höchsten Tierwohlstandards weltweit verfüge. Auch solle jeder Bürger selber entscheiden können, was er essen will.

Der neue Werbespot des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) nimmt Bezug auf Schweizer Fleisch. Seine Botschaft lautet: «Auch für ihren Festtagsbraten müssen Tiere leiden.» Es folgt die Aufforderung, vegan zu essen.

Der Direktor der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft Proviande, Heinrich Bucher, sieht im Werbespot des VgT eine Verzerrung der Realität: «Die Werbung ist absichtlich so gestaltet, dass sie die Menschen schockiert», sagt Bucher gegenüber dem Onlineportal 20minuten.ch. Es würden sehr blutige und brutale Szenen gezeigt, um die negativen Seiten des Fleischkonsums hervorzuheben. Es gehe vergessen, dass Fleisch für eine ausgewogene Ernährung äusserst wichtig sei.

Zudem könnten sich nicht alle Menschen vegan ernähren. Dafür gebe es nicht genug Ackerland, denn sehr viel Land sei nur zur Viehhaltung geeignet. «Wenn niemand mehr Fleisch konsumieren würde, wäre nicht genügend Nahrung für alle vorhanden», erklärt Bucher. 

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