14.11.2013 13:56
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Fleisch
Fleischverzicht statt Öko
Konsumenten, die ihre Ernährung besonders umweltbewusst gestalten wollen, raten Forscher der Kopenhagener Universität eher zum Verzicht auf rotes Fleisch statt zum vollständigen Umstieg auf Ökoprodukte.

Wie das Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomie der Universität Kopenhagen vergangene Woche mitteilte, entscheidet die Zusammensetzung des Speisezettels und nicht die Herstellungsweise der Lebensmittel über die Umweltwirkung der Produkte.

In einer vergleichenden Analyse haben die Forscher festgestellt, dass eine Reduzierung des täglichen Fleischkonsums um ein Drittel und ein gleichzeitig erhöhter Verzehr von Gemüse und Vollkornprodukten 26% weniger Ressourcen verbraucht als die unveränderte Ernährungsweise.

Nach Angaben von Henrik Saxe vom Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomie zeigt die Untersuchung ausserdem, dass eine solche Verhaltensänderung aus Sicht der Umweltwirkung nachhaltiger ist als die Verwendung der gleichen Lebensmittel, selbst wenn
diese ökologisch erzeugt wurden. So erfordere die Produktion von Rinder- oder Schweinefleisch einen hohen Futtermittelaufwand, während gleichzeitig die Haltung der Tiere Umwelteffekte nach sich ziehe.

Im Vergleich falle der Ressourceneinsatz bei der Produktion von Geflügelfleisch und erst recht vom Gemüse wesentlich geringer aus, betonte Saxe. Dabei spiele es nur eine untergeordnete Rolle, ob die Produktion konventionell oder ökologisch erfolge. In der Bilanzanalyse der dänischen Wissenschaftler bleibt die ökologische Produktionsweise zudem wegen ihrer meist geringeren Erträge hinter der intensiven Landwirtschaft zurück, was den Ressourcenverbrauch angeht.

Trotzdem betonen die Forscher, dass der Biolandbau wegen seiner positiven Wirkung auf Wasserqualität und Schadstoffbelastung seine Berechtigung in der modernen Landwirtschaft habe.

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