9.09.2015 15:13
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Devisen
Franken auf tiefsten Stand seit Januar
Der Schweizer Franken hat sich in der Nacht zum Mittwoch gegenüber dem Euro auf den tiefsten Stand seit Januar abgewertet. Ein Euro kostete zwischenzeitlich 1,0984 Franken. Am Nachmittag holte der Franken allerdings wieder an Wert auf.

Mit dem Tiefststand in der Nacht war der Franken gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung so billig wie seit der Wechselkursfreigabe durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) am 15. Januar nicht mehr.

Anfang August hatte der Euro seither bereits einmal mehr als 1,09 Franken gekostet, war der Marke von 1,10 Franken aber nicht so nahe gekommen wie in der Nacht zum Mittwoch. Danach hatte er sich wieder abgeschwächt und bewegte sich im letzten Monat im Bereich von 1,08 Franken. Vasileios Gkionakis, Währungsexperte bei der Bank Unicredit, führt die Schwäche des Frankens darauf zurück, dass die Schweizer Währung nicht mehr so stark wie früher von einem unwägbaren Umfeld profitiere. Der Franken gilt unter Anlegern grundsätzlich als «sicherer Hafen» in turbulenten Zeiten.

Allerdings hat die Wirtschaft der Schweiz derzeit mit den Folgen der Frankenfreigabe zu kämpfen, die Schweizer Güter für Ausländer stark verteuert hat. Zudem sorgt sich die SNB wegen der seit langem fallenden Konsumentenpreise. In der Eurozone beziehungsweise deren grössten Volkswirtschaft Deutschland hingegen nahm die Konjunktur jüngst wieder an Fahrt auf.

Nachhaltig war die starke Abwertung des Frankens in der Nacht dennoch nicht: Am frühen Mittwochvormittag wurde der Franken wieder gestärkt und kostete 1,0896 Euro.

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