1.09.2016 15:49
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Devisengeschäft
Franken löst Euro ab
Die Umsätze der Schweizer Banken im Devisen- und Derivategeschäft sind erneut gesunken. Im Devisengeschäft blieb der Dollar die wichtigste Währung. Gleichzeitig löste der Franken den Euro als zweitwichtigste Valuta ab.

Das geht aus der neuesten Umfrage der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hervor, welche die Notenbank alle drei Jahre durchführt. Die dreissig befragten Institute setzten im April pro Handelstag im Schnitt 156 Milliarden Dollar mit Devisengeschäften und 8 Milliarden Dollar mit Zinsderivaten um, wie die SNB am Donnerstag mitteilte.

Dabei verringerten sich im Devisengeschäft die Volumen gegenüber der letzten Umfrage um 60 Milliarden Dollar oder 28 Prozent. Der Rückgang betraf vornehmlich Dollar- und Eurogeschäfte.

Der Anteil von Geschäften im Währungspaar Dollar-Franken stieg von 21 auf 28 Prozent. Beim Währungspaar Euro-Dollar sank der Anteil hingegen von 32 auf 23 Prozent. Daneben entfielen 10 Prozent der Kontrakte auf Dollar-Yen, 7 Prozent auf Euro-Franken und 5 Prozent auf Pfund-Dollar.

Das Geschäft mit Zinsderivaten sank um 75 Prozent. Das sind 24 Milliarden Dollar pro Handelstag weniger als noch 2013. 94 Prozent der Geschäfte wurden mit Derivaten in Euro, Dollar und Franken abgeschlossen.

Der Umsatz in Euro, der bisher wichtigsten Währung, sank seit der letzten Umfrage um 91 Prozent. Der Euro-Anteil am Zinsderivategeschäft verminderte sich damit von 74 auf 27 Prozent. Der Dollar-Anteil stieg trotz Umsatzrückgang auf 25 Prozent.
Der Anteil des Frankens erhöhte sich von 10 auf 42 Prozent. Damit war die schweizerische Landeswährung erstmals seit der Umfrage 1998 wieder die wichtigste Währung im Geschäft mit Zinsderivaten.

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