9.04.2015 12:32
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Konjunktur
Frankenstärke: KMU besonders betroffen
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) leiden deutlich stärker unter der Frankenaufwertung als Grossunternehmen. Das geht aus dem KMU Barometer für den Monat Februar hervor, das die UBS am Donnerstag veröffentlicht hat.

Der Index für die KMU sank deutlich von -0,46 auf -1,29 Punkte. Das UBS-KMU-Barometer basiert auf der monatlichen Befragung der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich in der Industrie (ohne Bau). Der Mittelwert beträgt 0. Der starke Rückgang des KMU-Barometers im Februar erklärt sich zumindest teilweise mit dem Zeitpunkt der Umfrage im Januar. Damals hatten fast alle Unternehmen die KOF-Umfrage vor dem Wegfall der Kursuntergrenze beantwortet, weshalb die schlechteren Aussichten nicht in den Resultaten reflektiert waren.

Aussagekräftiger ist der Vergleich zwischen KMU und Grossunternehmen. Bei diesen verschlechterte sich die Stimmung im Vergleich zum Januar nämlich deutlich weniger stark als bei den KMU. Hier fiel das Barometer lediglich von -0,34 auf -0,73 Punkte. Insgesamt dürften die grösseren Unternehmen mit Blick auf die Währungen und die Produktpalette breiter diversifiziert sein als die KMU oder bereits einen Teil der Produktion ins Ausland verlagert haben, schreibt die UBS zur Begründung. Bei den KMU sei vor allem punkto Bestellungseingänge, dem Produktionsniveau und der allgemeinen Beurteilung der Geschäftslage ein Einbruch zu beobachten.

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