7.06.2013 09:16
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Neuenburg
Gasbohrung: Neuenburger Städte wehren sich
Die Städte Neuenburg und La Chaux-de-Fonds wollen sich gemeinsam gegen eine Gasbohrung in Noiraigue NE zur Wehr setzen. Sie betrachten die geplante Bohrung als Gefahr für das Trinkwasser, wie sie dem Kanton sowie der britischen Celtique Energie mitteilten.

Celtique Energie will in der ganzen Westschweiz vom Waadtland bis zum Jura nach Gasvorkommen forschen. Vertreten wird die Gesellschaft in der Schweiz durch den früheren Botschafter Thomas Borer. 

Gefahr für Grundwasser

Im neuenburgischen Val-de-Travers will die Firma Gas aus einer Tiefe von 2300 Metern fördern, sofern die geplanten Probebohrungen positive Resultate ergeben. Für die Behörden der beiden grössten Städte im Kanton Neuenburg besteht damit das Risiko, dass das Grundwasser kontaminiert wird, wie sie am Donnerstag mitteilten. 

Die Quellen aus der Areuseschlucht bei Noiraigue würden elf Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr hergeben. Diese Wasserfassung, mit der zwei Drittel der Kantonsbevölkerung versorgt würden, sei durch das Projekt bedroht. 

Unternehmen dementiert

Die Firma dagegen erachtet das Risiko einer Trinkwasserverschmutzung als klein. Die Analyse, auf der diese Einschätzung beruhe, sei aber unvollständig, kritisieren die beiden Neuenburger Städte. Eine Gefährdung dieser Lebensquelle für die Region sei nicht tolerierbar, argumentieren sie. 

Der Neuenburger Grosse Rat hatte der Firma bereits 2010 eine Förderkonzession für den Fall erteilt, dass Gasvorkommen gefunden werden. Der Neuenburger Staatsrat verlangte aber zusätzliche Studien.

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