7.11.2014 13:22
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Freiburg
Grangeneuve-Direktorin wechselt zur Fenaco
Geneviève Gassmann wird im Oktober 2015 von ihrem Posten als Direktorin des Landwirtschaftlichen Instituts des Kantons Freiburg zurücktreten. Sie wird ab November 2015 als Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der Fenaco in der Division Landi die Leitung der Region Westschweiz übernehmen. Der Kanton Freiburg bedauert den Rücktritt.

Dank ihren Management-Kompetenzen und ihrem Fachwissen im Bereich Berufsbildung habe Gassmann die Führung von Grangeneuve, dem Landwirtschaftlichen Institut des Kantons Freiburg (LIG), modernisiert und die Reorganisation der landwirtschaftlichen Stationen überwacht, schreibt der Kanton Freiburg am Freitag in einem Communiqué. Zudem hat sich auch die Verlegung der Tätigkeiten von Agroscope Liebefeld BE nach Posieux begleitet.

Hervorragende Kommunikatorin

Die 48-Jährige ist seit dem 1. August 2010 Direktorin von Grangeneuve. Sie sei eine „hervorragende“ Kommunikatorin, heisst es weiter. Die vierfache Mutter habe die Ausbildungsgänge entwickelt und konsolidiert sowie die Zusammenarbeit mit Partnern, Verbänden, Institutionen, Kantonen und Ämtern intensiviert. „Mit dem Inkrafttreten der AP 14-17 hat Grangeneuve die Landwirtinnen und Landwirte bei den vom Bund gewollten Änderungen begleitet“, heisst es weiter.

Vor ihrem Engagement beim Kanton Freiburg war Gassmann bei McDonalds Schweiz als Leiterin Training, Learning&Development tätig. Die diplomierte Bäuerin verfügt über einen Executive Master of Business Administration der Hochschule für Wirtschaft in Freiburg.

Der Kanton bedauert den Abgang von Gassmann. Weitere Gründe, die zum Rücktritt geführt haben, wurden nicht genannt. Ihre Demission habe nichts mit Spannungen zu tun, welche ein freiburgischer Grossrat und die «Freiburger Nachrichten» in Grangeneuve ausgemacht haben. Sie verlasse das Institut einfach, um wieder etwas Neues anzupacken, sagte sie gegenüber der Narichtenagentur SDA. Der Kanton Freiburg will die Nachfolge so rasch als möglich klären. Spätestens im September 2015 soll der neue Direktor (neue Direktorin) den Job antreten.

Erste Frau in der Fenaco-GL

Bei der Fenaco wird die in Murist (FR) auf dem familieneigenen Landwirtschaftsbetrieb lebende Gassmann als Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung in der Division Landi die Leitung der Region Westschweiz übernehmen. Zu ihren Kernaufgaben wird die Führung der Fenaco-eigenen Landi in der Region gehören, die Förderung der Strukturentwicklung und die Dialogpflege zwischen den Mitglied-Landi und den Bereichen und Tochtergesellschaften der Fenaco innerhalb ihres Verantwortungsgebiets.

Darüber hinaus wird sie nationale Projekte leiten. Welche das sind, wollte die Mediensprecherin der Fenaco, Alice Chalupny, gegenüber schweizerbauer.ch nicht genauer erläutern. Gassmann folgt auf Dominique Romanens (60), der nach eigenem Wunsch vorzeitig per 31. Dezember 2015 in den Ruhestand treten wird.

Gassmann ist die erste Frau in der erweiterten Geschäftsleitung des Agrarkonzerns. Fenaco-Chef Martin Keller treibt den Wandel der Gruppe weiter voran. Vor allem der Dialog mit den Bauern, aber auch der Öffentlichkeit, soll gefördert werden. Zudem will die Fenaco transparenter werden. Die kommunikatorischen Fähigkeiten Gassmanns dürften der Fenaco bei der Realisation dieses Projekts weiterhelfen.

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