23.06.2018 06:03
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Preise
Grosses Preisgefälle in Europa
Urlauber merken es schnell: Das Preisgefälle in Europa ist gross. Zwar ist auch das Leben in Deutschland teurer als im EU-Schnitt. Aber schon in den meisten Nachbarstaaten Deutschlands wie der Schweiz müssen Konsumenten für die gleiche Leistung deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Spitzenreiter ist Island, wo das Preisniveau um 66 Prozent höher liegt als im EU-Schnitt. Kaum weniger ist es in der Schweiz (plus 59 Prozent). Was das heisst, rechnete kürzlich der deutsche Bankenverband BdB vor: Für Urlauber aus Deutschland ist ein Euro in der Schweiz etwa 0,71 Cent wert. In Polen dagegen kann man für 1 Euro Waren und Dienstleistungen erhalten, die in Deutschland etwa 1,84 Euro kosten würden.

Deutschland nur wenig überm Schnitt


In Deutschland hingegen lag das Preisniveau der privaten Konsumausgaben im vergangenen Jahr um 5 Prozent über dem Durchschnitt der 28 EU-Mitgliedstaaten, wie das Statistische Bundesamt am Freitag bekannt gab. Allerdings: In den direkten Anrainerstaaten waren die Lebenshaltungskosten nur in Polen und der Tschechien niedriger als hierzulande - das jedoch deutlich.

Mit Abstand teuerstes Land für Verbraucher innerhalb der EU war im vergangenen Jahr einmal mehr Dänemark: Dort lag das Preisniveau um 41,5 Prozent über dem Durchschnitt der 28 Staaten. Es folgen Luxemburg (plus 26,9 Prozent), Schweden (plus 25,5 Prozent), Irland (plus 25,4 Prozent) und Finnland (plus 22,2 Prozent).

Bulgarien am billigsten


Am günstigsten innerhalb der EU bleibt es in Bulgarien: Dort mussten Verbraucher für Waren und Dienstleistungen einschliesslich Mieten etwa halb so viel zahlen wie im EU-Schnitt. Die europäischen Statistikbehörde Eurostat stellte jüngst fest: «Mithin unterschieden sich die Preisniveaus für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen in der EU zwischen dem günstigsten und dem teuersten Mitgliedstaat fast um das Dreifache.»

Besonders gross ist die Preisspanne bei Alkohol und Tabak - in erster Linie wegen der unterschiedlichen Besteuerung. Während in Bulgarien Wein, Bier und Zigaretten und Co. etwa halb so viel kosten wie im EU-Schnitt, ist Irland (plus 74 Prozent) ein teures Pflaster für Raucher und Alkoholkonsumenten. Indes schlagen Hotelübernachtungen und Restaurantbesuche besonders spürbar in Dänemark und Schweden aufs Budget durch. Deutlich günstiger als im EU-Schnitt sind Zimmer für Reisende in Bulgarien, Rumänien und Tschechien.

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