Sonntag, 29. November 2020
16.02.2015 09:50
Deutschland

Hamburg: Flächenfrass bedroht Höfe

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Von: AgE

Auf die Gefahr eines ungebremsten Flächenverbrauchs in Grossstadtnähe haben der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Hamburger Bauernverband hingewiesen.

„Nach einem Gutachten der Wirtschaftsbehörde gefährdet ein Bebauungsplan des Bezirks Altona die 650 ha grosse Kulturlandschaft Rissen Sülldorf und die Existenz von 16 der 18 dort ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe“, warnte der Hamburger Verbandspräsident Heinz Behrmann am vergangenen
Freitag. Nach den Plänen des Bezirks solle die bauliche Entwicklungsmöglichkeit der Bauernhöfe quasi abgeschafft und dem Biotop- und Artenschutz auf sämtlichen landwirtschaftlich genutzten Flächen Vorrang eingeräumt werden.

Sollten die Bebauungspläne realisiert werden, werde die dortige landwirtschaftliche Produktion erheblich erschwert. Behrmann: „Die Höfe könnten sich durch die naturschutzrechtlichen Ausgleichsflächen und die massiven Baurestriktionen nicht weiter entwickeln.“ Während der Hamburger Senat unter Bürgermeister Olaf Scholz noch im April 2014 ein agrarpolitisches Konzept verabschiedet habe, das den landwirtschaftlichen Betrieben in Hamburg die Existenz- und Entwicklungsfähigkeit zusichere, habe die SPD-geführte Altonaer Bezirksbehörde weder landwirtschaftliche Fachbehörden noch die betroffenen Bauern bei der Umsetzung des Bebauungsplans einbezogen, so Behrmann. Demgegenüber würden die Anliegen und Vorstellungen der Naturschutzorganisationen weitgehend berücksichtigt.

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