13.12.2017 12:03
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
St. Gallen
Hanfbauer wird entschädigt
Im September 2016 hat die Polizei bei einer Razzia in Niederhelfenschwil eine Hanf-Indooranlage entdeckt und zerstört. Später stellte sich heraus, dass es sich um legalen Industriehanf gehandelt hatte. Nun zahlt die Staatsanwaltschaft dem Besitzer eine Entschädigung von 1000 Franken.

Die Hanf-Indooranlage war im September 2016 ein Zufallsfund während einer Hausdurchsuchung bei einem Obstbauern in Niederhelfenschwil. Eigentlich war die Polizei wegen einer ganz anderen Strafuntersuchung ausgerückt.

Proteste in den Medien

Die Beamten stellten fest, dass die Indooranlage nicht gemeldet war, beschlagnahmten die Hanfpflanzen und vernichteten diejenigen, die nicht für die Ermittlung des THC-Gehalts benötigt wurden.

Es folgten Proteste und Vorwürfe des Besitzers in den Medien. Er habe den Hanf für eine Pharmafirma gezogen, erklärte er. Später stellte sich heraus, dass seine Angaben stimmten. Die Analyse der beschlagnahmten Pflanzen ergab einen THC-Gehalt unter einem Prozent. Damit handelte es sich um legalen Industriehanf.

Pauschalbetrag

Im Januar 2017 wurden die Ermittlung wegen des Verdachts der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz offiziell eingestellt. Offen blieb damit noch, ob für den vernichteten Hanf eine Entschädigung bezahlt werden muss und wie hoch diese ausfällt. Diese Frage wurde am Mittwoch durch eine Medienmitteilung der St. Galler Staatsanwaltschaft beantwortet: Der Besitzer erhält 1000 Franken.

Es handle sich um einen Pauschalbetrag, der mit dem Mann und dessen Anwalt ausgehandelt worden sei, erklärt Roman Dobler, Sprecher der Staatsanwaltschaft, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Das Verfahren sei in diesem Punkt rechtskräftig abgeschlossen.

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