17.10.2016 15:58
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
«Heumilch Schweiz» startet Export-Kooperation
Erste Produkte des Vereins «Heumilch Schweiz» gibt es in Kürze im Detailhandel zu kaufen. Beim Bearbeiten des deutschen Marktes wollen «Heumilch Schweiz» und die österreichische «ARGE Heumilch» zusammenarbeiten.

Der Verein Heumilch will Milch von Kühen, die nur Heu und Gras, nicht aber Silage fressen, besser positionieren. Die Gründung gelte auch als symbolischer Startschuss für viele Milchproduzenten und Käsereien, den Fachbegriff Käsereimilch oder silofreie Rohmilch durch Heumilch auszutauschen, teilte der Verein bei der Gründung mit.

Gemäss einem am Montag veröffentlichten Communiqué gibt es ab November im Schweizer Detailhandel erste Produkte mit dem Heumilch-Logo zu kaufen. Gemäss «Heumilch Schweiz» liegt der Anteil der Heumilch an der Schweizer Gesamtmilchmenge bei 31 Prozent.

Der Verein denkt aber auch bereits über Exportmöglichkeiten nach. Dazu wollen die Schweizer mit der österreichischen «ARGE Heumilch» zusammenarbeiten. «Im Mittelpunkt stehen Aktivitäten im deutschen Lebensmittelhandel, unter anderem im Rahmen unserer Heumilch-Alm», lässt sich Andreas Geisler, Koordinator der ARGE Heumilch, im Communiqué zitieren. Die beiden Organisationen haben deshalb einen Kooperationsvertrag für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Alpenbogen unterschrieben.

«Unser gemeinsames Ziel ist es, die Heumilch und ihre Vorteile noch bekannter zu machen, mit einem einheitlichen Auftritt die Kräfte zu bündeln und Heumilch weiterhin klar zu positionieren“, halten Walter Münger, Präsident der Heumilch Schweiz und Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch Österreich, fest. «In der Schweiz hat die traditionelle Milchwirtschaft einen hohen Stellenwert und die Heumilch grosses Potenzial», betont Münger.

Mit dem Verein Heumilch wollen die Milchbauern silofreie Milch besser positionieren. Die Produktion von Emmentaler und Sbrinz AOP wird beschränkt, um eine Überproduktion zu verhindern. So gelangt silofreie Milch auf dem Markt. Diese soll nun in den Regalen des Detailhandels unter dem Label Heumilch verkauft werden. Der Einsatz von Kraftfutter ist auf 10 Prozent beschränkt. Obligatorisch ist die Teilnahme an zwei Programmen des Bundes: „Regelmässiger Auslauf im Freien” (RAUS) und „Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion” (GMF).

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