25.02.2015 08:24
Quelle: schweizerbauer.ch - Reto Blunier
Kommunikation
«Hoftiere sind glaubwürdige Augenzeugen»
Die Edelweiss-Kampagne des Schweizer Bauernverbands erhält tierische Verstärkung. Sie werben für die Schweizer Bauern. Milchkuh Sonja, Geissbock Konrad, Hofhund Max sowie ein Rotmilan heissen die Protagonisten. Sandra Helfenstein, Mediensprecherin des Schweizer Bauernverbandes, äusserst zu den Kosten und der Weiterentwicklung der Kampagne.

Sandra Helfenstein, welche Kosten haben die Aufnahmen verursacht, respektive wie viel hat der Schweizer Bauernverband der Werbeagentur Karling für die Kampagne bezahlen müssen?
Sandra Helfenstein: Die Kosten für die Aufnahmen belaufen sich auf 28‘000 Fr. für fünf Sujets. Vier davon sind momentan im Einsatz, das fünfte folgt als Ergänzung im Herbst. Das Kampagne umfasst die Bilder der Tiere, Hintergründe und Hemdenträger. Die Werbeagentur erhält für ihre Arbeit 10 Prozent der Werbeschaltkosten. Bei dem laufenden Plakataushang ergibt das rund 35‘000 Franken für ihre Aufwendungen. Darunter fallen Ideenentwicklung, Kreation, Planung und Beratung.

Weshalb fiel die Wahl auf Karling?
Wir haben vier verschiedene Agenturen eingeladen. Karling selber hat drei verschiedene Vorschläge präsentiert. Doch einzig die aktuelle Kampagne mit den Tierköpfen vermochte uns zu überzeugen. Wir erachten sie aus Eyecatcher – man kommt gar nicht umhin, sie wahrzunehmen. Und das ist in der aktuellen Werbeflut schon mal ein guter Start. Zudem sind die Hoftiere glaubwürdige Augenzeugen für die Arbeit und die Leistungen der Bauernfamilien. Und schliesslich lässt sich die Kampagne gut weiterentwickeln und mit anderen Projekten vernetzten. Zum Beispiel, indem wir Konrad zum Fragestellen anbieten. Milchkuh Sonja ist zudem dank der Cowcam Fotografin. Nach vier Jahren mit TV-Spots wollten wir zudem zurück zu Plakaten, weil wir diese zielgruppengerechter einsetzen können. Wir können auch die Bauernhöfe selber als Werbefläche nutzen. Sie eignen sich gut für unsere Werbemittel.

Und weshalb wurde ein Rotmilan für die Kampagne gewählt und nicht ein Turmfalke oder ein Bussard?
Wir haben einen Bussard und den Rotmilan fotografiert, aber der Rotmilan war fotogener und präsentiert sich besser auf dem Plakat. Von der Glaubwürdigkeit her der beiden Vögel sind sie ebenbürtig. Beide haben einen guten Überblick über die von den Bauernfamilien gepflegten Landschaften. Der Rotmilan besiedelt abwechslungsreiche, aber überwiegend offene Landschaften, die mit Feldgehölzen und Wäldern durchsetzt sind.

Wie hoch ist das Budget für die aktuelle Kampagne (Plakatierung und den Social Media) angesetzt?
Für die aktuelle Welle mit 700 -800 Plakatstellen, vor allem in Städten und Agglomerationen, haben wir 350‘000 Franken brutto budgetiert. Das ist der Minimalbetrag, um eine nationale Welle zu fahren und auch sichtbar zu werden. Für die Social Media haben wir kein zusätzliches Geld budgetiert, da wir dies selber und im Rahmen unserer normalen Arbeitszeit machen.

Welchen Zeithorizont hat die aktuelle Kampagne? Werden diese Sujets bis 2017 eingesetzt?
Ja, die Idee ist, diese Kampagne mindestens vier Jahre lang mit jährlich neuen Tieren zu schalten.

Werden noch andere Sujets mit anderen Tieren geschalten?
Natürlich, wir werden viele weitere Tiere ins Szene setzen! Wir haben noch zahlreiche kreative Ideen.

Ist gar eine TV-Kampagne mit Max, Sonja, Konrad und dem Rotmilan geplant? Oder werden weiterhin die bestehenden Spots ausgestrahlt?
Die bestehenden Spots werden nicht mehr ausgestrahlt. Sie werden vollständig durch die neuen Plakate ersetzt. Wir möchten aber jedes Jahr eine Begleitaktion für eine ergänzende Plattform machen. Dieses Jahr sind es beispielsweise die Kurzfilme zum „Making of“ - also zum Fotoshooting - und das Porträt der Bauernfamilie Familie Hensler aus Einsiedeln, wo Sonja, Konrad und Max leben. Die drei Nutztiere sind nicht fiktiv, sondern sie leben auf dem Bauernhof. Im nächsten Jahr ist eine App für Smartphones oder anderes denkbar.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE