18.02.2015 11:33
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bern
Internationaler Milchpreis steigt – sinkender Importdruck
In den vergangenen Monaten waren die Milchpreise rund um den Globus auf Talfahrt. Nun scheint der Abwärtstrend gebrochen. Die Produzentenorganisation (PO) Lobag erwartet von Schweizer Verarbeiter und Detailhändler eine Stabilisierung des Milchpreises.

Die Nachrichten rund um die Milch waren in der Vergangenheit negativ belegt. Oft war von sinkenden Preisen die Rede. Auf Handelsplattformen und an Börsen setzte eine „Bärenmarkt“-Stimmung (fallende Kurse) ein.

An der internationalen Markt Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) sind die Preise nun aber zum fünften Mal in Folge gestiegen. Per 17. Februar 2015 legte der zusammenfassende Index aller gehandelten Standardmilchprodukte gegenüber der vorherigen Versteigerung um 10,1 Prozent zu, teilt die PO Lobag am Mittwoch mit. Auch der Kieler Rohstoffwert Milch zeigt seit Januar eine Aufwärtstendenz.

„Am Markt wird die Aufwertung des starken Schweizer Frankens (+/- 15 %) bald durch die höheren Milchpreise im Ausland kompensiert sein“, betont die PO Lobag. Und in der Tat: Seit der Aufhebung des Mindestkurses von Mitte Januar hat der Schweizer Franken an Wert eingebüsst. Der Euro-Kurs lag am späten Mittwochmorgen bei knapp 1,07 Fr. Der Franken hat sich seit Mitte Januar somit um über 7,5 Prozent abgewertet.

Auch der US-Dollar hat sich von seiner „Schwäche“ gegenüber dem Schweizer Franken erholt. Der Greenback legte seit Mitte Januar um 9,4 Prozent auf 0,94 Fr. zu. Der Importdruck dürfte sich damit abschwächen. Die PO Lobag erwartet von Milchverarbeitern und Detailhandel deshalb eine sofortige Stabilisierung des Milchpreises. Sie verurteilt weitere Preissenkungen aufgrund der „Frankenstärke“.

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