15.03.2018 09:53
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Smart Farming
Junglandwirt wird VR-Präsident
Der Präsident der Schweizer Junglandwirtekommission, Christian Schönbächler, wurde zum neuen Verwaltungsratspräsidenten der Barto AG gewählt. Das Unternehmen versteht sich als führende Schweizer Smart-Farming-Plattform.

Mit Christian Schönbächler übernehme ein junger, gut vernetzter Landwirt und Unternehmer die Leitung des Verwaltungsrats der Barto AG, heisst es in einer Mitteilung. Der 32-Jährige arbeitet in einem Teilpensum beim Bauernverband Aargau in der Treuhand Abteilung. Zudem ist er Geschäftsführer der BRS-Hoftech GmbH, Zudem hilft er auf dem elterlichen Betrieb in Willerzell SZ aus. Schönbächler gehört gemäss Mitteilung keinem Organ der der Aktionäre (Identitas und Agridea) der Barto AG an.

Aktionariat vergrössern

Die Barto AG mit Sitz in Bern betreibt die Dokumentations- und Betriebsmanagementplattform Barto. Aktionäre sind derzeit die Identitas AG – Betreiberin der Tierverkehrsdatenbank TVD – und die landwirtschaftliche Beratungszentrale Agridea. Im ersten Halbjahr 2018 sollen die Fenaco, der Schweizer Bauernverband (SBV) und die Schweizer Milchproduzenten (SMP) das Aktionariat vergrössern. Alle Organisationen haben Minderheitsbeteiligungen, keine der Aktionäre soll dominant sein.

Schönbächler ersetzt als Verwaltungsratspräsident Christian Beglinger. Der Geschäftsführer der Identitas bleibt als Vertreter des Aktionärs Identitas AG im Verwaltungsrat. Als Ersatz für den aus dem Verwaltungsrat zurückgetretenen Michael Brunner (Identitas AG) wurde Matthias Schelling, Direktor von Swissherdbook und VR Identitas, als zweiter Vertreter der Identitas in den Verwaltungsrat gewählt.

Daten nur noch einmal eingeben

Mit Barto soll ein Bauer seine Daten nur noch einmal eingeben müssen. Francis Egger, Leiter des Departements Wirtschaft, Bildung und Internationales beim Schweizerischen Bauernverband, äusserte sich im Oktober gegenüber «Netzwoche» wie folgt: «Wir stehen noch am Anfang. Wir haben uns auf drei Prinzipien geeinigt. Erstens: Niemand soll bei der Barto AG eine Mehrheit haben. Zweitens: Auch öffentlich-rechtliche Daten sollen integriert werden, nicht nur private. Drittens: Alle Technologieanbieter sollen die gleichen Bedingungen haben. In dem wir auf solchen Prinzipien beharren, verleiht der SBV dem Projekt Glaubwürdigkeit.»

Der Bauer müsse die Möglichkeit haben, über die Form und Verwendung der Daten zu bestimmen. «Die Kontrolle über die Daten soll beim Landwirt bleiben», so Egger weiter.

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