30.08.2013 18:23
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Fleischmarkt
Kälbermäster wollen keine Abzüge für tiergerechte Haltung
Der Schweizer Kälbermäster-Verband (SKMV) fordert sämtliche Abnehmer von Kalbfleisch dazu auf, sich an die Branchenlösung zu halten. Die Mäster sollen nur an diejenigen Abnehmer liefern, die sich effektiv an die Branchenlösung halten.

Der Fleischfachverband wolle mit seiner Forderung nach einem runden Tisch nur auf Zeit spielen, schreibt der SKMV in einer Medienmitteilung. Qualitätskälber nach der neuen Tierschutzverordnung könnten nur produziert werden, wenn sich die ganze Branche an die Empfehlungen von Proviande halte. Damit eine Kälberhaltung unter Einhaltung der Tierschutzvorschriften möglich wird, fordert der SKMV sämtliche Schlachtbetriebe und Fleischverarbeiter auf, sich an die Branchenempfehlungen der Proviande zu halten. "Wer sich nicht daran hält, hat auch nicht das Recht Altersabzüge zu machen", schreiben der SKMV.

Den Kälbermästern wird empfholen, dass sie sich nach den Einkaufsbestimmungen der Abnehmer erkundigen. "Es sind nur denjenigen Tiere zu liefern, die sich auch an die Branchenlösung halten, auch wenn sie sich mit höheren Preisen profilieren möchten", hebt der SKMV hervor. Aus Sicht des SKMV will der SFF  nur auf Zeit spielen. Ein erneut einberufener runder Tisch sei deshalb unnötig.

Der SFF fordert, dass im Rahmen eines runden Tisches die Thematik der Kalbfleischfarbe noch einmal aufgegriffen wird. Aus Sicht des SKMV will der SFF damit nur auf Zeit spielen. Der runde Tisch ist unnötig. Der Fleischfachverband hatte gestern angekündigt, am Abzug für zu rotes Kalbfleisch festzuhalten und einen runden Tisch gefordert. Wegen veränderter Fütterungsbestimmungen nach der Tierschutzverordnung wird Schweizer Kalbfleisch künftig rötlicher sein als bis anhin. Dies hat auf die Fleischqualität keinerlei Einfluss.

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