24.07.2018 11:37
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Käse
Käseexporte steigen markant
Das erste Halbjahr lief für den Schweizer Käse im Exportgeschäft erfreulich. Die Ausfuhren sind im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6.4 Prozent auf 33'933 Tonnen gestiegen. Auch die Importe legten zu. Der Zuwachs fiel aber geringer aus als bei den Exporten.

«Die Euro-Franken-Krise scheint überwunden», schreibt Swiss Cheese Marketing (SCM) am Dienstag in einer Mitteilung. Fast in sämtlichen Kategorien nahmen die Ausfuhren im ersten Halbjahr zu. Konkret bedeutet das: Frischkäse/Quark (+123t, +3.6%), Weichkäse (+29t, +14.7%), Halbhartkäse (+797t, +9.1%) und Hartkäse (703t, 4.4%). Einen Rückgang von einem Prozent gab es beim Schmelzkäse. Die Ausfuhren reduzierten sich um 5 Tonnen auf noch 488 Tonnen.

Insgesamt wurden 33'933 Tonnen Käse ausgeführt. Besonders die Exporte ausserhalb Europa wiesen mit einem Plus von 14.2 Prozent (+818 Tonnen) ein ausserordentliches Wachstum auf. In Europa konnten die Ausfuhren um 1'235 Tonnen oder 4.7 Prozent gesteigert werden.

Deutschland mit Abstand wichtigster Markt

Der wichtigste Exportmarkt bleibt mit Abstand die EU mit 80 Prozent oder 27'366 Tonnen. Wichtigster Markt ist Deutschland (13'128 Tonnen), das sind ein Drittel der Ausfuhren. Italien (6'081 t), Frankreich (2'251 t) und Benelux (1'714 t) folgen auf den weiteren Plätzen. Die Exporte in Länder ausserhalb Europas nahmen im 1. Halbjahr 2018 um 818t auf total 6'566t zu. 

Im ersten Halbjahr betrug der Erlös für die Schweizer Käsebranche (Milchbauern, Käser, Affineure, Handel) insgesamt 292.9 Millionen Schweizer Franken. Der durchschnittliche Exportpreis betrug 8.62 Fr./kg. «Das positive Halbjahresergebnis ist für die Schweizer Milchbranche sehr wichtig. Rund 40% der Schweizer Milch wird zu 650 verschiedenen Schweizer Käsespezialitäten verarbeitet. Davon werden gut 40% in über 60 Länder exportiert», betont Swiss Cheese Marketing.

Importdruck schwächt sich ab

Auch die Käseimporte haben zugenommen. Diese stiegen um 3.2 Prozent oder 971 Tonnen auf 31'473 Tonnen. Aufgrund der Abschwächung des Schweizer Frankens haben sich die Importpreise erhöht. Belief sich der Durchschnittspreis pro Kilo Importkäse im 1. Semester 2017 auf 6.22 Fr., liegt er im gleichen Zeitraum 2018 bei 6.88 Fr.pro Kilo. 

Insbesondere die Kategorien Frischkäse (Mozzarella und andere) +716t, +5.9%, Weichkäse (Blauschimmel und andere Weichkäse) +146t, +2.4% sowie Extrahartkäse (Grana/Parmigiano) haben zugenommen. Rund 81% der Importe stammen aus Italien (10'641t, +3.1%), Deutschland (8'461t, +2.0%) und Frankreich (6'422t, -1.0%). Käufer sind gemäss SCM die Gastronomie und die Industrie

Die Branche hofft, dass die Importpreise weiter steigen. «Denn mit den günstig produzierten Industrieprodukten aus dem Ausland kann die dezentrale und handwerkliche Schweizer Käseproduktion preislich nicht mithalten», so das Fazit von SCM.

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