30.04.2015 17:50
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Käserei- und Industriemilch: Preisspanne wird grösser
Bauern, aus deren Milch Käse hergestellt wird, erhalten deutlich höhere Preise, als Bauern, deren Milch zu Trinkmilch, Jogurt oder Butter verarbeitet wird. Dies geht aus dem jüngsten Markbericht Milch des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) hervor.

72,94 Rappen erhielt ein Bauer im Februar 2015 für ein Kilo Käsereimilch. Der Preis für Industriemilch bei lediglich 56,34 Rp./kg. Damit betrug die Differenz zwischen Käserei- und Industriemilch 16,6 Rp./kg.

Ein Jahr zuvor lag der Produzentenpreis für Industriemilch bei 67,67 Rp./Rp. Innerhalb eines Jahres sank somit der Erlös für die Produzenten um 11,32 Rp./kg. Bauern, die Käsereimilch produzierten, erhielten im Februar 2014 pro Kilo Milch durchschnittlich 76,82 Rappen. Innerhalb eines Jahres sank der Kilopreis für Käsereimilch "nur" um 3,88 Rp. Die Differenz zwischen Käserei- und Industriemilch lag bei damals nur bei 9,15 Rappen. 

Der Milchpreis verhielt sich zwischen Januar und September 2014 stabil. Seit Oktober 2014 ist aber eine deutliche Abwärtstendenz zu beobachten. „Sowohl bei der Industriemilch (–2,21 Rp./kg) wie bei der Käsereimilch (–3,24 Rp./kg) wurde im Februar 2015 der deutlichste Preisabfall notiert“, halten die Marktexperten des BLW fest. Für den Preisrückgang werden die tieferen Produzentenpreise bei den Käsesorten wie Emmentaler (-2,3 Rp./kg auf 64,65 Rp./kg) und Appenzeller (–5,14 Rp./kg auf 67,25 Rp./kg) verantwortlich gemacht.

Milchbauern, die für die Käsesorte Gruyère produzieren, mussten hingegen nur einen minimalen Rückgang von -0,36 Rp./kg auf 83,08 Rp./kg hinnehmen. Der Preisrückgang bei der Industriemilch wird von den Marktexperten auf die Aufgabe der Euro-Untergrenze, die saisonalen Abzüge im Februar und die Rückbehalte zur Marktstützung zurückgeführt.

 

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