30.12.2014 09:08
Quelle: schweizerbauer.ch - gro
Fleischmarkt
Kalbfleischeinlagerung ist gerettet
Die Kälbermäster können aufatmen. Der Bund unterstützt weiterhin die Einlagerung, wenn ein Überangebot besteht.

Mit dem Budgetbeschluss im Parlament von Mitte Dezember ist klar, dass der Kredit «Beihilfen Viehwirtschaft» unverändert bleibt. Damit stehen für Fleischeinlagerungsaktionen die gleichen Mittel zur Verfügung wie 2014, nämlich gut 3 Mio. Franken.

Tränker profitieren auch

«Primär geht es dabei um die Einlagerung von Kalbfleisch», erklärt Niklaus Neuenschwander vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW).  Wie bis anhin werde im Verwaltungsrat der Proviande bei Angebotsspitzen in erster Linie im Frühling der Entscheid zur Marktentlastung gefällt werden können. Die Kälbermäster sind zufrieden mit dem Budgetbeschluss. «Wir sind froh, dass der Kredit so durchkam, und hoffen nun, dass der Kalbfleischpreis im Frühling nicht zusammenfällt», sagt Samuel Graber, Präsident des Kälbermästerverbandes.

Er ist allgemein sehr froh, dass das Budget schliesslich doch noch so gut ausgefallen ist.  Der Beschluss dürfte auch positive Auswirkungen auf die niedrigen Tränkerpreise haben. «Die Kälbermäster werden eher wieder bereit sein, etwas mehr für ihre Tränker zu bezahlen», meint Graber.

Nicht nur für Fleisch

Der gesamte Kredit «Beihilfen Viehwirtschaft» umfasst gemäss Niklaus Neuenschwander gut 6 Mio. Franken. Ein Teil davon werde für die saisonale Marktentlastung bei den Eiern (Aufschlags- und Verbilligungsaktionen) verwendet. Auch für die Schafwollverwertung und für Infrastrukturbeiträge im Berggebiet (z.B. für Einrichtungen auf öffentlichen Marktplätzen) wird Geld aus diesem Topf verwendet.

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