19.07.2018 15:22
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Ernährung
Kein Fleisch für Mitarbeiter
Das US-Unternehmen WeWork serviert seinen Mitarbeitern in den Kantinen keine Fleischgerichte mehr. Stattdessen sollen sich die Angestellten vegetarisch ernähren. Das Unternehmen will so 15 Millionen Tiere retten.

WeWork stellt Unternehmen Büroplätze in 22 Ländern zur Verfügung. «Wir transformieren Gebäude in dynamische Umfelder für Kreativität and Verknüpfung. Es ist mehr als nur ein Ort zum Arbeiten, es ist die Bewegung des vermenschlichten Arbeitens», heisst es auf der Website des Büro-Sharing-Unternehmen. WeWork biete Räume, Experten und Dienstleistungen an. Zu den Serviceleistungen gehören der Zugang zu Gesundheitsvorsorge, Zahlungsverarbeitung, IT-Support, Gehaltsabrechnung, Rechtsbeistand sowie Aus- und Weiterbildungen.

Auch der Ernährung hat sich WeWork nun verschrieben, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt. Den Mitarbeitern wird kein Fleisch mehr serviert. An Firmenevents soll nur noch vegetarisches Essen aufgetischt werden. Konsumiert ein Mitarbeiter ausser Haus Fleisch, wird der Betrag nicht mehr rückerstattet. Das Verbot betrifft rotes Fleisch, Schwein und Geflügel.

Mit dem Verzicht auf Fleisch will WeWork die Umweltbelastung senken. Die Produktion sei zu ressourcenintensiv, so das Unternehmen. Mit dem Fleischverbot will WeWork bis im Jahr 2023 63,2 Milliarden Liter Wasser und 202 Millionen Kilo CO2-Emissionen sparen sowie über 15 Millionen Tiere retten.  Mit dem Fleisch-Verbot betritt das Unternehmen gemäss «Tages-Anzeiger» Neuland. In mehreren Kantinen von Unternehmen, auch in der Schweiz, gibt es fleischfreie Tage. 

Begrüsst wird das Fleisch-Verbot von Vegetarier- und Veganerorganisation Swissveg. «Das zeugt von Weitsichtigkeit und setzt ein Zeichen. Dabei wird nichts verboten, aber die umwelt- und tierschonendere Variante unterstützt», sagt Simone Fuhrmann zur Zeitung. Das Verbot gilt nur für die Mitarbeiter von WeWork. Die 253'000 Mitglieder in 22 Ländern dürfen hingegen weiterhin Fleisch zur Arbeit bringen oder Events mit Fleisch organisieren. Aber nur solange sie die Kosten dafür selbst tragen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE