11.08.2017 11:50
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Thurgau
«Kein Mitglied des Verbandes»
Der Fall des mutmasslichen Tierquälers aus Hefenhofen TG sorgte in weiten Teilen der Bevölkerung für Unmut. Auch den Verband Thurgauer Landwirtschaft (VTL) machen die Bilder betroffen. Er weist darauf, dass die allermeisten Kontrollen ohne Beanstandung verlaufen.

Beim Fall Hefenhofen handelt es sich um einen dramatischen Einzelfall. Eine penible Aufklärung ist angezeigt. Solche Fälle sind für das Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit problematisch. «Solche Tragödien werfen zu Unrecht ein schlechtes Licht auf uns Bauern in der Schweiz. Ein schlechter Tierhalter - alles schlechte Tierhalter? Nein», hält der Verband Thurgauer Landwirtschaft (VTL) in einer Mitteilung fest.

Bei den Kontrollen werde den Bauern genau auf die Finger geschaut. Die allermeisten Kontrollen verlaufen ohne Beanstandung. Kleinste Mängel würden protokolliert, geahndet und sanktioniert. Die Mitglieder des Verbandes würden alles unternehmen, um ihren Tieren ein würdiges und gerechtes Dasein zu ermöglichen. Wo es zu Problemen komme, biete der VTL Hilfe an, heisst es weiter. «Wir möchten festhalten, dass der Beschuldigte kein Mitglied des Verbands Thurgauer Landwirtschaft ist», stellt Präsident Markus Hausammann klar.

Der VTL begrüsst die Intervention der Behörden. «Der Verband setzt sich dafür ein, dass keine weiteren Fälle dieses Ausmasses auftreten können», heisst es weiter. Der VTL schlägt aber auch Verbesserungen vor. Die Arbeit der Kontrollorgane im Tierschutz- und Landwirtschaftsbereich würden an der Anzahl Kontrollen und Verzeigungen gemessen. Zielführender wäre es gemäss dem Verband, genügend Ressourcen für die gravierenden Fälle bereit zu stellen.

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