8.06.2015 17:18
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Unwetter
Landwirtschaft: 4 Millionen Schaden wegen Unwetter
Heftige Unwetter tobten vergangenes Wochenende über Teile der Schweiz und richteten grosse Schäden an. Im Kanton Luzern starben zwei Menschen an den Folgen der Gewitter. In der Landwirtschaft werden die Schäden auf rund 4 Millionen Franken geschätzt. Mit Bildergalerie

Sintflutartige Regenfälle ergossen sich am vergangenen Wochenende über der Schweiz. Sie richteten innert wenige Minuten grosse Schäden an. Hagel und die grossen Regenmengen haben auch in der Landwirtschaft für grosse Schäden gesorgt. Besonders Bauern in den Kantonen Jura, Neuenburg, Bern, Luzern und Zürich waren betroffen, teilt die Schweizer Hagelversicherung auf Anfrage von schweizerbauer.ch mit. Weitere kleinere Ereignisse wurden aus anderen Kantonen gemeldet. Das Jahr 2015 könne bisher aber nicht als überdurchschnittliches Schadensjahr bezeichnet werden, erklärt Sprecherin Emilia Baldi gegenüber schweizerbauer.ch

In Mitleidenschaft gezogen wurden vor allen Ackerkulturen, Gemüse, Gärtnereikulturen, Gras und Obst, teilt Schweizer Hagel weiter mit. Gemeldet wurden bisher 800 Schadensereignisse. Die Schadenssumme dürfte gegen 4 Millionen Franken betragen, so Schweizer Hagel. Betroffene Bauern können Schäden weiterhin per Fax, per Post oder per Internet melden.

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Unwetter

Im Kanton Luzern hatte das Unwetter vor allem die Stadt Luzern und die östlich von ihr gelegenen Gemeinden Adligenswil, Udligenswil und Dierikon sowie Sörenberg im Entlebuch heimgesucht. Bei der Polizei gingen 165 Meldungen ein. Es sei grosser Sachschaden entstanden, teilte die Luzerner Polizei mit.

Die Unwetter führten auch zu Erdrutschen. Neben der Innerschweiz waren auch die Kantone Bern, Zürich und Solothurn von den Unwettern betroffen. Alleine im Kanton Zürich mussten die Feuerwehren 350 Mal ausrücken. 89 Einsätze entfielen auf die Stadt Zürich. Bei der Berner Kantonspolizei gingen am Sonntagabend innert Kürze etwa 130 Meldungen ein. Von Schäden am stärksten betroffen war das Berner Oberland. Keller waren vollgelaufen, Bäume umgestürzt und Abflüsse verstopft. In Goldiwil, Heiligenschwendi und Gunten wurden Strassen durch Erdrutsche verschüttet.

Die Region Bern wurde bereits am Samstagabend von heftigen Gewittern erfasst. Zahlreiche Keller überflutet. Innert weniger Stunden gingen bei der Kantonspolizei Bern rund 90 Meldungen ein, wie diese am Sonntag mitteilte. Betroffen war insbesondere die Region zwischen Bern und Thun. Rund 70 Meldungen wegen Wasserschäden, Ästen oder Bäumen auf den Strassen oder überlaufener Bäche seien aus diesem Gebiet eingegangen, hiess es. Ausserdem habe die Seepolizei auf den Oberländer Seen bis am Sonntagvormittag sechs Boote bergen müssen.

Im Kanton Graubünden verschütteten am Samstagnachmittag zwei Erdrutsche die Albulastrasse zwischen Filisur und Bergün. Wegen der Unterspülung einiger Abschnitte blieb die Strasse auch am Sonntag  gesperrt, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte. sda

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