23.10.2018 15:38
Quelle: schweizerbauer.ch - jul
Ausbildung
Landwirtschaft: Immer mehr Lernende
Die landwirtschaftliche Grundbildung ist beliebt. In den letzten sieben Jahren erhöht sich die Lernendenzahl um sieben Prozent.

Eine Ausbildung in der Landwirtschaft ist beliebt – immer mehr. Das zeigen die Zahlen, die die OdA AgriAliForm (Organisation der Arbeitswelt in den landwirtschaftlichen Berufsfeldern) gestern in einer Medienmitteilung verschickte. 

Landwirt EFZ beliebt

«Die Zahl der Lernenden im landwirtschaftlichen Berufsfeld erhöhte sich in den vergangenen Jahren stetig», hiess es dort. «Im Schuljahr 2012/2013 waren es 3339 Lernende, 2016/17 bereits 3565, und aktuell machen sogar 3581 Personen eine Grundbildung in einem der landwirtschaftlichen Berufe», hiess es weiter. Dies entspreche einer Steigerung in sieben Jahren von etwas über 7 Prozent, so die OdA AgriAliForm.

Beim Beruf Landwirt/in EFZ sei die Anzahl Lernende innerhalb derselben Zeitspanne sogar rund 8 Prozent gestiegen, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Der Anteil Zweitausbildner (diese steigen nach einer Erstlehre im zweiten Lehrjahr ein) habe sich in den vergangenen Jahren auf hohem Niveau gehalten. «Bei den Spezialberufen sind die jährlichen Schwankungen jeweils etwas grösser – aber auch hier ist über die letzten Jahre gesehen ein positiver Trend spürbar. Die zweijährige Attestausbildung zum Agrarpraktiker hat sich in der Bildungslandschaft des Berufsfelds Landwirtschaft etabliert», so die OdA. 

Vielseitige Lehre


Als Gründe, weshalb Jugendliche einen Beruf aus dem Berufsfeld Landwirtschaft lernen, nennen sie laut der OdA AgriAliForm die Arbeit in und mit der Natur, den Umgang mit Tieren, dem Boden, den Maschinen, die Vielfalt und die hohe berufliche Selbstständigkeit. Die Lernenden können in ihrer vielseitigen Lehre oft früh Verantwortung für Maschinen und Tiere übernehmen. Die Lernenden essen gemeinsam mit der Betriebsleiterfamilie, bekommen viele Entscheidungen über den Betrieb mit und sind so täglich mit Unternehmertum konfrontiert. 

Der Lehrbetriebswechsel bietet darüber hinaus die Möglichkeit, verschiedene Betriebe mit unterschiedlichen Betriebszweigen kennenzulernen. 

Gefragte Fachleute

«Gut ausgebildete Fachleute aus dem Berufsfeld Landwirtschaft sind gefragt. Bei der Hofnachfolge, aber auch in den vor- und nachgelagerten Bereichen», so die Oda AgriAliForm weiter. Die Landwirtschaft, deren Umfeld und die daraus resultierenden Erfordernisse an die zukünftigen Betriebsleiter und Fachleute befinden sich in einem tief greifenden Wandel», so die Organisation in der Medienmitteilung. Als Stichworte für den Wandel nennt sie  etwa die Landwirtschaft 4.0, Digitalisierung, Spezialisierung, Professionalisierung, Markt, Erwartungen der Gesellschaft, nachhaltige Produktion. Diese Entwicklungen gelte es in der Berufsbildung frühzeitig zu erkennen und aufzunehmen.

Nicht blenden

Der positive Aufwärtstrend bei den Lernendenzahlen dürfe aber nicht blenden, heisst es in der Medienmiteilung weiter. «Genügend gut ausgebildete Berufsleute mit den richtigen Kompetenzen zu haben, bleibt eine Herausforderung.» Nach der Grundbildung stünden im Bereich des Agrarsektors viele Wege offen. 

Mit einer konsequenten Weiterbildung etwa mit einer Berufs- und Meisterprüfung liessen sich die Fachkenntnisse aus der Grundbildung mit betriebswirtschaftlichem Know-how und unternehmerischem Wissen ergänzen. Auch in der Landwirtschaft und ihren Berufen gelte die Leitlinie des lebenslangen Lernens, heisst es abschliessend in der Mitteilung. 

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