16.05.2020 17:30
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Lebensmittel: Umsatz zugelegt
Der Lebensmitteleinzelhandel in Österreich hat im März 2020 bei den Umsätzen kräftig zugelegt. Besonders profitiert haben Produkte mit langer Haltbarkeit.

Der Anteil von Aktionsware ging zurück, während der Anteil von Bioware stabil blieb. Das geht aus dem neuesten Haushaltspanel der Agrarmarkt Austria (AMA) für das erste Quartal dieses Jahres hervor, für das 2800 Haushalte ihre Einkäufe aufgezeichnet haben. Der Monat März sei für den Lebensmitteleinzelhandel besonders gut gelaufen, berichtete die AMA am vergangenen Mittwoch.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat habe es einen wertmässigen Zuwachs von 22 % gegeben. Erfasst werden in dem Panel Fleisch und Geflügel, Wurst, Milch und Milchprodukte, Käse, Obst, Gemüse, Kartoffeln, Eier, Tiefkühlprodukte, Obst- und Gemüsekonserven sowie Fertiggerichte. Brot und Gebäck sind nicht enthalten.

Laut AMA nahmen in den ersten drei Monaten dieses Jahres die Umsätze mit allen erfassten Warengruppen kräftig zu. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 hätten der klassische Lebensmitteleinzelhandel, die Discounter und weitere Einkaufsquellen wie Bäcker, Fleischer, Märkte oder Zustelldienste Zuwächse zwischen 12 % und 14 % verzeichnet.

Eier und Butter

Bei Obst und Gemüse in Konserven oder tiefgekühlt habe es ein Plus von mehr als 20 % gegeben, ebenso bei Fertiggerichten. Zutaten, die in klassischer Weise zum Kochen verwendet würden, hätten ebenfalls kräftig zugelegt, beispielsweise Eier, Kartoffeln, Frischgemüse oder Butter. Nach Angaben der AMA haben im Betrachtungszeitraum weniger nachgefragte Lebensmittel wie Kraut und Kohl eine Renaissance erfahren.

Absolute Topseller seien aber Fertiggerichte gewesen, deren Absatzmenge um 20 % gestiegen sei. Diese Produkte seien eingelagert oder von Menschen gekauft worden, die nicht mit frischen Zutaten kochen könnten oder wollten. Punkten konnten der AMA zufolge auch alternative Einkaufsquellen abseits des Lebensmitteleinzelhandels.

So habe der Einkauf beim Bauern um mehr als 20 % zugelegt, und auch Bauernmärkte sowie Metzgereien hätten vom neuen Einkaufsverhalten profitiert. Allerdings sei den Bauern und den Verarbeitern mit der Gastronomie ein bedeutender Absatzkanal weggefallen, was zu heftigen Marktverwerfungen geführt habe.  

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