1.05.2014 10:16
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Kommunikation
LID: Nüesch folgt auf Rösti
Nach sieben Jahren als Präsident des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes trat Albert Rösti, ehemaliger Direktor der Schweizer Milchproduzenten (SMP), am Mittwoch an der Delegiertenversammlung zurück. Auf ihn folgt der aktuelle SMP-Direktor Kurt Nüesch.

Neuer Präsident, neuer Vorstandmitglieder: Die Delegiertenversammlung des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes (LID), die in Bern an der BEA stattfand, stand im Zeichen des personellen Wechsels. Zum letzten Mal wurde sie von Albert Rösti, Berner SVP-Nationalrat, geleitet, der seit 2007 den LID präsidierte. Er trete zurück, weil er nicht mehr Direktor der SMP sei, eine der wichtigsten Trägerorganisationen des LID.

Quereinsteiger gewählt

Urs Schneider, LID-Vorstandsmitglied und Vize-Direktor des Schweizer Bauernverbands, würdigte die siebenjährige Amtszeit von Albert Rösti. Er habe auf einen hohen Leistungsstandard beim LID geachtet und sich immer wieder mit prononcierten Aussagen zur Öffentlichkeitsarbeit hervorgetan. Rösti habe dafür geschaut, dass der LID unabhängig arbeiten konnte, ohne von den einzelnen Mitgliederorganisationen vereinnahmt zu werden.

Zum neuen Präsidenten wurde SMP-Direktor Kurt Nüesch gewählt. Dass der jeweilige SMP-Direktor auch LID-Präsident ist, hat Tradition. Nüesch bedankte sich für das Vertrauen. Mit ihm hätten die Delegierten einen „Quereinsteiger“ gewählt, weil er bislang keine Funktion beim LID innehatte. Den LID kenne er schon seit den 1960er Jahren, als Rolf Haeberli, der damalige Geschäftsführer, mit „Landwirtschaft heute“ auf Sendung war. Er freue sich, die Kontakte mit dem LID-Team zu intensivieren, deren Büros im gleichen Gebäude seien wie diejenigen der SMP.

Nebst der Wahl eines neuen Präsidenten mussten zwei Vakanzen im Vorstand besetzt werden, die mit den Rücktritten von Regula Schwager und Ueli Augstburger entstanden sind. An ihre Stelle wurden Christine Gerber, Vizepräsidentin Lobag, und Yvonne Koller Renggli, Co-Geschäftsführerin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes, gewählt.

10‘000 Kundenkontakte

LID-Geschäftsführer Markus Rediger sagte, dass die Anzahl Personen ohne direkten Kontakt zur Landwirtschaft zunehme. Brücken zu bauen zwischen Stadt und Land werde deshalb immer wichtiger. Das sei das Kerngeschäft des LID, der bei Konsumenten, Medienschaffenden, Schülerinnen und Schülern Verständnis schaffe für die Landwirtschaft. Rediger zog eine positive Bilanz über das letzte Jahr.

Insgesamt hätte man rund 10‘000 Kundenkontakte gehabt im 2013, so viel wie noch nie. In diesem Jahr soll unter anderem die Homepage überarbeitet und der Pressecorner verbessert werden. Mit der Oekonomischen und Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern konnte ein neues Mitglied gewonnen werden. Als diesjährige Highlights bezeichnete Rediger den „Tag der offenen Stalltüren“, der am 25. Mai 2014 stattfindet, sowie die Olma mit der neuen Themenhalle „Erlebnis Nahrung“, bei welcher der LID stark engagiert sei.

Albert Rösti würdigte in seiner Abschiedsrede den LID als eine klare und unmissverständliche Stimme innerhalb der Landwirtschaft, als eine Organisation, die im Gesamtinteresse der Landwirtschaft handle und gute Imagearbeit leiste. Dies sei wichtig, weil die Landwirtschaft unter Druck sei.

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