7.08.2020 14:29
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Energie
Lockdown: Stromverbrauch 12% tiefer
Wegen des partiellen Corona-Lockdowns ist der Stromverbrauch in der Schweiz im März und April eingebrochen. Die Bevölkerung verbrauchte fünf respektive zwölf Prozent weniger Strom als in der entsprechenden Vorjahresperiode.

Das teilte das Bundesamt für Energie (BFE) am Freitag via Kurznachrichtendienst Twitter mit. Demnach verbrauchte die Bevölkerung im April 2020 gut 4300 Gigawattstunden Strom - fast zwölf Prozent weniger als im gleichen Monat im Vorjahr. Bereits im März 2020 war der Stromverbrauch verglichen mit dem Vorjahr um knapp fünf Prozent zurückgegangen.

Grösserer Stromverbrauch daheim

Wegen der Corona-Pandemie hatte der Bundesrat am 16. März für die Schweiz die «ausserordentliche Lage» ausgerufen und den Lockdown beschlossen. Restaurants, Läden und Schulen wurden geschlossen, der öffentliche Verkehr wurde eingeschränkt. Das schlug sich auch beim inländischen Stromverbrauch nieder, wie die aktuelle Monatsstatistik des BFE zeigt.

«Die Menschen haben zwar zu Hause mehr Strom konsumiert (Haushalt, Homeoffice), das kompensierte den geringeren Verbrauch in den vielen geschlossenen Einrichtungen indes nicht.» Laut den BFE-Spezialisten war der Rückgang in dieser Grössenordnung erwartet worden. Für den Mai 2020 rechnen sie mit einem ähnlich hohen Rückgang beim Stromverbrauch.

Auch Stromproduktion ging zurück

Weil weniger Strom nachgefragt wurde, haben die Speicherkraftwerke, die ihre Produktion regulieren können, weniger Strom ins Netz eingespiesen, wie es weiter heisst. Sie haben dafür vermehrt Wasser in die Stauseen gepumpt. Die Stauseen waren laut dem BFE Ende April besser gefüllt als noch Ende März.

Die Laufkraftwerke an den Flüssen haben dagegen mehr Strom erzeugt. Höher fiel auch die Produktion bei den erneuerbaren Energien - vor allem Fotovoltaik - aus. Unter dem Strich ging die heimische Stromproduktion im April 2020 verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresmonat leicht zurück (-2,4 Prozent).

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