3.07.2015 12:58
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Energie
Mehr Strom aus erneuerbaren Quellen
Vor zehn Jahren stammte erst ein Drittel des Stroms aus Schweizer Steckdosen aus erneuerbaren Energieträgern, 2013 waren es schon fast 55 Prozent. Zugelegt hat vor allem die Wasserkraft, wie aus dem am Freitag publizierten Bericht zur Stromkennzeichnung hervorgeht.

2013 stammten 51 Prozent des von den Schweizer Stromversorgern gelieferten Stroms aus Wasserkraft. Zwei Jahre zuvor waren es erst 41 Prozent. Der Anstieg dürfte auf die erhöhte Nachfrage nach erneuerbaren Energien als Folge des Reaktorunglücks von Fukushima zurückzuführen sein, schreibt das Bundesamt für Energie (BFE) in einer Mitteilung.

Zugelegt hat auch der Strom aus Sonnen- und Windenergie, Biomasse und Kleinwasserkraftwerken, den sogenannten neuen erneuerbaren Energieträgern. Deren Anteil nahm innerhalb von zwei Jahren von 2,2 auf 3,8 Prozent zu. Aus Abfällen stammten 1,2 Prozent des Stroms, aus fossilen Energieträgern 0,8 Prozent.

Entsprechend ist der Anteil des Stroms aus nicht erneuerbaren Quellen zurückgegangen. Aus Atomkraftwerken stammt noch 30 Prozent des gelieferten Stroms, gegenüber 41 Prozent im Jahr 2011. Die Quelle von 13 Prozent des gelieferten Stroms lässt sich aus buchhalterischen Gründen nicht ermitteln, wie das BFE schreibt.

Nicht der ganze gelieferte Strom wurde in der Schweiz erzeugt, ein Teil davon stammt aus dem Ausland. Bei der Wasserkraft sind es 16 Prozent, bei der Kernenergie 9 Prozent. Die Schweizer Stromversorger sind seit 2005 verpflichtet, Herkunft und Zusammensetzung des gelieferten Stroms offenzulegen. Gestützt darauf veröffentlicht das BFE alle zwei Jahre einen Bericht zum Strommix.

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