16.12.2015 13:19
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Milch: Produktion erneut unter Vorjahresmonat
Der Trend setzte sich auch im Oktober unvermindert fort. Seit Dezember 2014 lag die Milchproduktion immer unter dem Vorjahreswert. Das Minus fiel im Oktober aber mit -0,6 Prozent im Vergleich zu den Vormonaten tiefer aus.

Die Bauern liefertenn auch im Oktober weniger Milch ein als im Vorjahresmonat. Dies geht aus dem jüngsten Bericht der TSM Treuhand GmbH hervor. Die Produktion lag bei 291‘878 Tonnen, das waren 0,6 Prozent oder 1‘789 Tonnen weniger als im Oktober 2014. Die kumulierte Produktion in den ersten zehn Monaten dieses Jahres lag 2 Prozent unter der Vorjahresperiode. Von Januar bis Oktober wurden 2‘921‘174 Tonnen Milch eingeliefert, das sind 60‘921 Tonnen weniger als 2014.

Steigende Einlieferungen im November erwartet

Im Vergleich zu 2013 lag die Produktion im Oktober 2015 um 0,3 Prozent höher als 2013. Im  Juli und August wurden die Werte aus dem Jahr 2013 unterschritten. Die kumulierte Produktion der ersten zehn Monate des Jahres 2013 (2‘874‘398 Tonnen) liegt 1,6 Prozent unter dem Wert von 2015

Für November wird aber eine Änderung prognostiziert. Die Einlieferungen sollen gemäss dbmilch.ch um 1,4 Prozent höher ausfallen als im November 2014. Für Dezember 2015 wird mit einer Milchproduktion in der Höhe des Vorjahres gerechnet. (am Donnerstag meldete die TSM, dass die Produktion im Dezember steigen wird) 

Weniger Käse produziert

Bei der Milchverwertung (nach Milchäquivalent) sind im Oktober 2015 im Vergleich zum Vorjahresmonat die deutlichen Rückgänge beim Käse (-3,1% auf 129‘611 t) und bei der Konsummilch (-3,0% auf 32‘936 t) auffällig. Rückläufig war auch die Erzeugung von Jogurt  (-7,5% auf 8‘732 t) sowie übrige Frischmilchprodukte (inkl. Speiseeis) (-6,2% auf 7‘144 t).

Rund 44 Prozent der eingelieferten Milch im Oktober 2015 wurde zu Käse verarbeitet. Eine steigende Produktion wurde unter anderem beim Quark (+15,1% auf 2‘193 t) sowie beim Posten „übrige Verwertung“ (+22% auf 15‘178 t) beobachtet.

2015: Mehr Rahm, weniger Konsummilch und Butter

Werden die ersten zehn Monate des Jahres 2015 betrachtet, fällt vor allem das Minus von 6,2 Prozent (19‘711 t) bei den Dauermilchwaren auf 295‘770 Tonnen auf. Auch die Kategorie „übrige Frischmilchprodukte (inkl. Speiseeis)“ erlitt ein Rückgang von 4,1 Prozent (3‘822 t) auf 88‘663 Tonnen. Rückläufig ist 2015 bisher auch die Butterproduktion. Diese sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,9 Prozent (-18‘781t) auf 468‘625 Tonnen.

Die Käseherstellung ist mit -1,5 Prozent in den ersten zehn Monaten ebenfalls tiefer ausgefallen. Die Produktion sank insgesamt um 18'580 t auf 1‘238‘737 Tonnen. Rund 42 Prozent der Milchverwertung entfiel damit im ersten Halbjahr auf die Käseerzeugung. Auch abnehmend war in den ersten Monaten die Herstellung von Konsummilch. Diese sank um 3,2 Prozent auf 324‘001 t.

Eine zunehmende Produktion in den ersten zehn Monaten wurde beim Konsumrahm (+ 3,6% oder 8‘301 t) auf 236‘042 t beobachtet. Beim Quark lag die Erzeugung massiv höher (+22,2%) als in der Vorjahresperiode. Diese stieg um 4‘749 auf 26‘163 t. Aber nur 0,9 Prozent der Gesamt-Verwertung in den ersten zehn Monaten entfiel auf den Quark.

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