16.04.2015 09:18
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Milch: Produktion im Februar sinkt um 2,3 Prozent
Im Februar sind die Milcheinlieferungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,3 Prozent oder 6287 Tonnen gesunken. Insbesondere die Produktion von Käse ist gegenüber Februar 2014 um deutliche 4,4 Prozent zurückgegangen.

Im Februar 2015 wurden 272‘349 Tonnen Milch gemolken. Damit hat sich die Produktion gegenüber Februar 2014 mit 2,3 Prozent deutlich zurückgebildet. Dies geht aus der jüngsten Monatsstatistik Milchmarkt der TSM Treuhand Bern hervor. Im Vergleich zu Februar 2013 liegt die Produktion 2015 um 5270 Tonnen oder 2 Prozent höher.

Erstmals Trendmeldungen

Die kumulierte Produktion 2015 liegt bei 567‘896 Tonnen. Im Vergleich zu Januar und Februar 2014 entspricht dies einem Minus von 1,9 Prozent oder 11‘197 Tonnen. Im Februar 2015 hat sich also der Produktionsrückgang beschleunigt.

Erstmals publiziert die TSM eine Trendmeldung auf Basis der Butterproduktionsdaten des aktuellen Monats eine Trendmeldung zur voraussichtlichen Milchproduktion. Diese Tendenz beruht auf Datenmeldungen der BO Butter und kann von der Milchbranche als Indikator zur Entwicklung des Milchmarkts verwendet werden.

Für den März 2015 erwartet die TSM einen Rückgang der Produktion um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch für den April zeigt der Trend abnehmende Einlieferungen.

Konsummilchproduktion sinkt

Wird die Milchverwertung (nach Milchäquivalent) im Februar 2015 betrachtet, ist vor allem der deutliche Rückgang bei der Käseproduktion auffällig. Die Produktion lag bei 104‘999 Tonnen, das sind 4‘866 Tonnen oder 4,4 Prozent weniger als im Februar 2014. Von der gesamten Milchmenge im Februar 2015 wurde 38,6 Prozent zu Käse verarbeitet. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2015 sank die Produktion im Vergleich zu 2014 um 3 Prozent oder 6'800 Tonnen.

Ebenfalls abnehmend war die Produktion von Konsummilch. 31‘039 Tonnen wurden dazu verarbeitet, das ist ein sattes Minus von 5 Prozent. 11,4 Prozent der gesamten Milcheinlieferung wurde also zu Konsummilch. Die kumulierte Produktion der Monate Januar und Februar 2015 ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent gesunken.

Ebenfalls rückläufig waren die Verwertungszahlen bei den Dauermilchwaren (-5,1% auf 28‘436 Tonnen).

Mehr Rahm und Quark

Deutlich zugenommen hat hingegen die Produktion von Konsumrahm. Das Plus beträgt eindrückliche 12,8 Prozent. Der Wert schnellte im Vergleich zum Vorjahr um 2‘785 auf insgesamt 24‘524 Tonnen in die Höhe. Der Anteil des Rahms an der gesamten Milchverwertung lag bei 9 Prozent. Die Konsumrahmproduktion ist in den ersten beiden Monaten dieses Jahres im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5 Prozent oder 2178 Tonnen gestiegen.

Auch deutlich zugenommen, jedoch auf tieferem Niveau, hat die Produktion von Quark. Die Verwertung stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 25 Prozent (+447 Tonnen) auf 2‘236 Tonnen. Der Quark hat aber nur einen Anteil von 0,8 Prozent.

Bei der Butterproduktion wurde ein Minus von 0,9 Prozent (-462 t) auf 48‘244 Tonnen beobachtet. 17,7 Prozent der der Milchmenge wurde im Februar 2015 zu Butter verarbeitet. Die kumulierte Produktion in ersten beiden Monaten dieses Jahres liegt aber um 4,9 Prozent tiefer als 2014.

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