13.08.2015 10:59
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Milch: Produktion im Juni sinkt um 2,3%
Die Milcheinlieferungen haben sich auch im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat reduziert. Diese sanken um 2,3 Prozent oder 6600 Tonnen. Die Gesamtproduktion im Jahr 2015 lag bis Ende Juni um 1,9 Prozent tiefer als in der Vorjahresperiode.

Die Schweizer Milchbauern haben im Juni erneut weniger Milch abgeliefert als im Vorjahresmonat. Die Einlieferungen sanken gemäss der jüngsten Monatsstatistik Milchmarkt von TSM um 6‘641 auf 283‘794 Tonnen. Im Juni 2014 wurden noch über 290‘000 Tonnen Milch produziert. Seit Januar 2015 sinken die Einlieferungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Vergleich man die Produktion im Juni 2015 mit jener von Juni 2013, so wurden heuer 2 Prozent oder 5763 Tonnen mehr eingeliefert.

Im Juli dürfte die Produktion massiv sinken

Die kumulierte Milcherzeugung in den ersten sechs Monaten dieses Jahres liegt um 1,9 Prozent oder 35‘709 Tonnen tiefer als in der Vorjahresperiode. Bis Ende Mai 2015 wurden gemäss TSM 1‘802‘752 Tonnen Milch produziert. Von Januar 2014 und bis Juni 2014 waren es 1‘838‘461 Tonnen.

Die ersten Prognosen für Juli 2015 deuten auf ein deutliches Minus hin. Im Vergleich zu Juli 2014 soll die Produktion um 4,7 Prozent tiefer ausfallen. Vermutlich dürfte die Hitzewelle ihre Spuren hinterlassen haben. Für August wird weiter mit abnehmenden Einlieferungen gerechnet.

Juni: Mehr Konsumrahm

Bei der Milchverwertung (nach Milchäquivalent) im Juni 2015 ist erneut der deutliche Rückgang bei den Dauermilchwaren auffällig. Die Produktion betrug 24‘678 Tonnen und lag damit 4‘558 Tonnen oder 15,6 Prozent tiefer (Mai 2015:-17,2 Prozent) als im Juni 2014. Auch die Butterproduktion war im Juni weiter rückläufig. Diese reduzierte sich um 5,8 Prozent (2‘620 t) auf 42‘222 Tonnen (Mai -4,9%).

Eine tiefere Produktion als im Vorjahresmonat wurde bei der Konsummlich (-2,8% auf 31‘376t) und den Joghurt (-2,1% auf 9685t) registriert. Das deutlichste Minus erlitt die Kategorie „Andere Verwertung“ mit -27,7% (-4865t) auf 12‘686 Tonnen. Zugenommen hat im Juni die Herstellung von übrigen Firschmilchprodukten (+10,1% auf 10‘602 Tonnen), Konsumrahm (+8% auf 23‘713t) und Quark (+1,1%) auf 2‘683 Tonnen.

2015: Weniger Butter und Dauermilchwaren und Käse

Werden die ersten sechs Monate des Jahres 2015 betrachtet, fällt vor allem das Minus von 7 Prozent bei den Dauermilchwaren auf 197‘165 Tonnen auf. Auch die Kategorie „übrige Frischmilchprodukte (inkl. Speiseeis)“ erlitt ein Rückgang von 5,8 Prozent (3‘306 t) auf 53‘743 Tonnen, obwohl im Juni die Erzeugung im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg. Rückläufig ist in diesem Jahr bisher auch die Butterproduktion. Die sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,7 Prozent (-12‘214t) auf 313‘747 Tonnen. Die Herstellung von Käse ist in den ersten sechs Monaten ebenfalls tiefer ausgefallen. Die Produktion sank um 1,4 Prozent (-9'953t) auf auf 723'540 Tonnen. Rund 40 Prozent der Milchverwertung entfiel im ersten Halbjahr auf die Käseerzeugung.

Eine zunehmende Verwertung in den ersten sechs Monaten wurde beim Konsumrahm (+ 6,2% oder 8‘558 t) auf 147‘343 sowie beim Quark (+3‘049t oder +23,5%) auf 16‘001 Tonnen beobachtet.

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