28.05.2015 17:08
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Milch: Produzentenpreis auf Tiefststand
Die negativen Nachrichten vom Milchmarkt scheinen kein Ende zu nehmen. Die Preise rutschen weiter ab. Im Vergleich zum Vormonat sank der Milchpreis im März 2015 um 1,74 Rappen auf 57,13 Rp./kg. Das ist der tiefste Wert seit der Erhebungen durch das Bundesamt für Landwirtschaft.

Damit liegt der Produzentenmilchpreis auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebungen im Mai 1999, heisst es im jüngsten Marktbericht Milch des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW). Der Sinkflug des Milchpreises setzt sich somit seit Oktober 2014 unvermindert fort. Der Beibehalten des Richtpreises für industriell verarbeitete Molkereimilch im A-Segment von 68 Rp./kg Milch im dritten Quartal 2015 ist daher nur ein schwacher Trost.

Als Gründe für das weitere Absacken nennen die Marktexperten tiefere Basispreise einiger Milchkäufer sowie saisonale Abzüge. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde den Bauern im März 2015 pro Kilo Milch 10,8 Rappen weniger bezahlt. Der nach Mengen gewichtete schweizerische Produzentenpreis für Milch sank im März im Vergleich zum Vormonat um 1,74 Rp./kg und kam auf 57,13 Rp./kg zu liegen. Die Schallmauer von 60 Rp./kg wurde im Februar unterschritten.

Die Preise für Industriemilch und verkäste Milch sanken um 1,57 Rappen respektive 2,20 Rappen je Kilo. Der Produzentenpreis für Bio-Milch reduzierte sich um 2,84 Rp./kg. Bezüglich Segmentierung wurde im März beim Preis für Industriemilch im A-Segment ein fast unveränderter Preis (-0.24 Rp.) beobachtet. Im B- und C-Segment erodierten die Preise deutlich (–2,89 Rp./kg bzw. –7,68 Rp./kg).

Rückläufig entwickelt haben sich im März im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum die Milcheinlieferungen. Diese reduzierten sich um 1,6 Prozent (–5‘140 t) auf 312‘338 t. Zwischen Januar und März 2015 wurden 880‘235 Tonnen Rohmilch vermarktet, was gegenüber derselben Vorjahresperiode ein Rückgang um 1,8 Prozent (–16‘336 t) bedeutet.

Die tieferen Milcheinlieferungen haben sich jedoch bereits im Dezember 2014 abgezeichnet. Damals wurde die Vorjahresproduktion nur noch knapp (900 Tonnen) überschritten.

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