28.09.2015 18:03
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Milch: Produzentenpreis steigt leicht
Der Aufwärtstrend beim gesamtschweizerischen Produzentenpreis für Milch setzt sich fort. Im Juli ist dieser im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Rp./kg gestiegen. Er liegt aber noch immer unter 60 Rappen. Im April 2015 wurde der bisherige Tiefstpreis erreicht.

Für einmal eine gute Kunde für Milchproduzenten: Im Juli ist der der nach Mengen gewichtete Produzentenpreis um 1,42 Rp./kg auf 59,90 Rp./kg gestiegen. Dies geht aus dem jüngsten Marktbericht Milch vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hervor. Die höheren Preise sind einerseits auf saisonale Zuschläge, andererseits auf vereinzelt angehobene Basispreise zurückzuführen.

Tiefstpreis im April 2015

Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der gesamtschweizerische Produzentenpreis im Juli 2015 aber um 7,74 Rappen (67,64 Rp./kg) tiefer. Im Juli 2013 wurde ein Preis von 66,63 Rp./kg beobachtet. Der tiefste Preis seit dem Beginn des Monitoring im Mai 1999 wurde im April 2015 beobachtet. Der Preis lag damals bei 56,95 Rp./kg.

Der Preis für Industriemilch und verkäste Milch ist im Juli 2015 gemäss dem BLW-Marktbericht gegenüber dem Vormonat um 1,14 Rp./kg respektive 0,89 Rp./kg gestiegen. Auch der Preis für Biomilch verfolgt einen Aufwärtstrend (+4,98 Rp./kg). Bezüglich Segmentierung wurden im A-Segment (+0,88 Rp./kg) sowie im B-Segment (+3,93 Rp./kg) ein Ansteigen der Preise beobachtet.

Juli: Einlieferungen sinken deutlich

Weiterhin rückläufig entwickeln sich die Milcheinlieferungen. Seit Januar 2015 sinken diese im Vergleich zum Vorjahr. Im Juli betrug das Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat 5 Prozent oder 14‘005 Tonnen. Das ist der höchste Rückgang in diesem Jahr. Gemäss der jüngsten Milchmarktstatistik von TSM lag die Produktion im Juli bei insgesamt 267‘467 Tonnen.

Erstmals in diesem Jahr erzeugten die Bauern im Monatsvergleich auch weniger Milch als 2013. Im Juli 2013 wurden 1,1 Prozent (270‘443 t) mehr gemolken als heuer. Für das deutliche Minus in diesem Jahr dürften hauptsächlich die hohen Temperaturen verantwortlich sein. Auch die tieferen Milchkuhbestände wirken sich auf die Einlieferungen aus.

Produktion sinkt weiter

Die kumulierte Milchproduktion in den ersten sieben Monaten dieses Jahres liegt um 2,3 Prozent oder 49‘714 Tonnen tiefer als in der Vorjahresperiode. Bis Ende Juli 2015 wurden gemäss TSM 2‘070‘218 Tonnen Milch erzeugt.

Gemäss ersten Schätzungen setzt sich die sinkende Produktion fort. Im August rechnet dbmilch.ch mit einem Minus von -0,7 Prozent. Auch im September wird mit abnehmenden Einlieferungen gerechnet.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE