Freitag, 27. November 2020
30.07.2015 16:11
Milchmarkt

Milch: Produzentenpreis steigt minimal

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Erstmals seit September des vergangenen Jahres bewegt sich der schweizerische Produzentenpreis für Milch wieder nach oben. Im Mai stieg der Preis im Vergleich zum Vormonat um 0,09 Rappen auf 57,05 Rp./kg.

Handelt es sich um eine Trendwende oder nur um einen saisonalen Effekt? Jedenfalls ist im Juni der nach Mengen gewichtete Produzentenpreis nicht weiter gesunken. Noch im April wurde ein neuer Tiefststand seit Beginn der Erhebungen im Mai 1999 beobachtet. Verantwortlich für das Monitoring ist das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW).

Höherer C-Milchpreis

Gemäss dem jüngsten Marktbericht Milch erhielten die Bauern im Mai 2015 im Vergleich zum Vorjahresmonat 9,34 Rappen weniger pro Kilo Milch. Im Mai 2014 lag der Preis noch bei 66,39 Rp./kg, ein Jahr später waren es rund 14 Prozent weniger. Im Mai 2013 wurde ein Produzentenpreis von knapp über 60 Rp./kg beobachtet. In früheren Jahren ist der Milchpreis im Monat Mai jeweils gefallen, erst im Juni zeigte die Preiskurve wieder gegen oben. Dies vor allem aus saisonalen Gründen.

Bei den Preisen für Industriemilch und verkäste Milch wurden von den Marktexperten kaum Schwankungen beobachtet. Die Bio-Milch verzeichnete einen leichten Preisrückgang von 0,17 Rp./kg. Bezüglich Segmentierung wurden im A-Segment (-0,15 Rp./kg) und im B-Segment (-0,72 Rp./kg) leichte Rückgänge registriert. Im C-Segment ergab sich deutlich ein Plus (+7,69 Rp./kg).

Milcheinlieferungen sinken weiter

Rückläufig entwickelt haben sich im Mai 2015 im Vergleich zum Vorjahresmonat die Milcheinlieferungen. Diese sanken um 1,2 % (–3887 t auf 321 921 t). Zwischen Januar und Mai 2015 wurden 1‘518‘956 Tonnen Rohmilch vermarktet, was gegenüber derselben Vorjahresperiode ein Rückgang um 1,9 % (–29 069 t) bedeutet. Seit Januar 2015 haben sich die Einlieferungen im Vergleich zum Vorjahresmonat reduziert.

Die ersten Prognosen für Juni 2015 deuten auf ein weiteres Minus hin. Dieses fällt aber mit -0,7 Prozent deutlich tiefer aus als in den Vormonaten. Für Juli wird ebenfalls mit abnehmenden Einlieferungen gerechnet.

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