10.09.2015 17:53
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Milchmarkt
Milchbranche will Qualitätsstrategie erarbeiten
Die Mitglieder der Branchenorganisation Milch haben an einem Seminar entschieden, eine „Mehrwert- und Qualitätsstrategie“ zu erarbeiten, um künftig die Stärken der Schweizer Milchwirtschaft besser ausspielen zu können.

Die Schweizer Milchbranche will sich eine neue Strategie geben, um im Konkurrenzkampf mit dem Ausland besser bestehen zu können. Die gute Schweizer Qualität und die starken Marken würden einen Mehrwert für Schweizer Milch rechtfertigen, teilt die Branchenorganisation Milch (BOM) mit. Deren Vorstand arbeitet derzeit an einer „Mehrwert- und Qualitätsstrategie“, um das Potenzial besser ausschöpfen zu können.

Hintergrund der Qualitätsstrategie ist die angespannte Situation auf dem Milchmarkt. Bauern erhalten derzeit für ihre Milch extrem tiefe Preise, Verarbeiter kämpfen seit der Frankenaufwertung um Marktanteile im Inland und im Export. Sorgen bereitet der Milchbranche aber nicht nur das aktuell schwierige Markumfeld, sondern auch die Agrarpolitik. Das neue Direktzahlungssystem benachteiligt laut BOM vor allem Milchbauern im Talgebiet und die Liberalisierung der Agrarmärkte treffe die Milchwirtschaft mehr als andere Sektoren. Diese würden weitgehend von geschützten Märkten profitieren.

Die BOM will sich in agrarpolitischen Fragen vermehrt in die Diskussion einbringen und mithelfen, dass die Gesamtinteressen der Milchwirtschaft eine Stimme haben, heisst es weiter. Die Schweizer Milchwirtschaft sei nicht nur der wichtigste Betriebszweig der hiesigen Landwirtschaft, sondern sei derjenige Sektor, in dem die Preisunterschiede zur EU bereits relativ gering seien. Die Branche zeigt sich überzeugt, dass die Produktion und die Verarbeitung auch in Zukunft bestehen kann.

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