26.08.2013 13:20
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Nahrungsmittelspekulation
Nahrungsmittelspekulation: Allianz und Deutsche Bank bleiben stur
Drei von vier Deutschen finden laut einer Umfrage, dass Banken aus spekulativen Finanzgeschäften mit Nahrungsmitteln aussteigen sollten. Nur 11 Prozent seien für ein Fortbestehen dieser Geschäfte, teilte in Berlin die Hilfsorganisation Oxfam Deutschland mit. Sie hatte die repräsentative Forsa-Studie in Auftrag gegeben.

«Insgesamt wollen 78 Prozent der Befragten, dass Finanzinstitute nicht mehr auf die Preise von Nahrungsmitteln wetten», berichtete eine Sprecherin. Für mehr als die Hälfte der Befragten spielt bei der Wahl ihres Finanzinstituts eine Rolle, ob es mit Nahrungsmitteln spekuliert, teilt Oxfam mit.
 
«In der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen sprachen sich sogar 83 Prozent für einen Ausstieg der Banken aus.» Das Umfrageergebnis sei «ein deutliches Zeichen für die Banken, dass die Menschen solche Geschäfte nicht billigen», sagte David Hachfeld, Ökonom bei Oxfam Deutschland. Forsa hatte vom 26. bis 30. Juli 1001 Personen ab 18 Jahre befragt.

„Das ist ein deutliches Zeichen für die Banken, dass die Menschen solche Geschäfte nicht billigen“, lässt sich David Hachfeld, Wirtschaftsreferent bei Oxfam Deutschland, im Communiqué von Montag zitieren. „Banken und Versicherer wie die Allianz und Deutsche Bank sollten dieses Votum der Bürger ernst nehmen und diese Anlagen endlich stoppen.“

Gemäs Oxfams Recherchen sind die Allianz mit 6,7 und die Deutsche Bank mit 3,79 Milliarden Euro die grössten deutschen Akteure bei der Spekulation mit Nahrungsmitteln. Andere Banken wie die Deka, die Landesbank Baden-Württemberg und die Commerzbank haben sich aus dem Handel mit Mais, Weizen und Reis zruückgezogen. Allianz und Deutsche Bank beleiben weiterhin stur. Und die obwohl viele Untersuchungen darauf hindeuten würden, dass die Spekulationsgeschäfte die Preisschwankungen bei Agrarrohstoffen wie Weizen und Mais anheizten und damit das Armuts- und Hungerrisiko weltweit verschärften, mahnt die Hilfsorganisation.

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