24.01.2013 14:20
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Nationalbank
Nationalbank will Euro-Mindestkurs nicht anheben
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) begrüsst die jüngste Abschwächung des Frankens. Sie will aber nichts wissen von einer Anhebung des Mindestkurses zum Euro. Das sagte SNB-Vizepräsident Jean-Pierre Danthine in Zeitungsinterviews vom Donnerstag.

Der Mindestkurs sei eine ausserordentliche Massnahme und nicht dafür da, Wechselkurs-Feinsteuerung zu betreiben, erklärte Danthine den beiden Westschweizer Zeitungen «Tribune de Genève» und «24 Heures».

Der Eurokurs könne sich über 1,20 Fr. frei bewegen. Die SNB begrüsse es, dass der Aufwertungsdruck auf den Franken nachgelassen habe. Sie gehe aber davon aus, dass die Schweizer Währung überbewertet bleibe.

Nachdem der Euro in der vergangenen Woche bis auf 1,25 Fr. gestiegen war, forderte die Gewerkschaft Unia, die SNB solle den Mindestkurs auf 1,25 Fr. anheben. Am Donnerstag notierte der Euro knapp unter 1,24 Franken. Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass der faire Wert des Euro zwischen 1,30 und 1,35 Franken liegt.

Die Notenbank ist weiterhin besorgt über den Schweizer Immobilienmarkt, wie Danthine weiter sagte. Die Dynamik sei zu stark und nicht aufrecht zu erhalten. Die Situation müsse sich stabilisieren. Entweder gelinge eine sanfte Landung oder es müssten andere Massnahmen ergriffen werden. Dazu gehört die Aktivierung antizyklischer Kapitalpuffer bei den Banken.

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