6.07.2018 12:46
Quelle: schweizerbauer.ch - Robert Alder
Solothurn
Neubau soll der Praxis dienen
Die neuen Gebäude sind in ihren Dimensionen aufgerichtet. Das Haus der Bienen und die Remise sind bereits in Betrieb. Im Milchviehstall läuft der Endausbau. Er wird nach dem Wallierhoftag am 26.August bezogen.

Die Vorfreude ist gross. Wallierhof-Direktor Jonas Zürcher und der stellvertretende Betriebsleiter Werner Walter freuen sich, dass das Solothurner Bildungszentrum nach 40 Jahren zeitgemässe Einrichtungen erhält.  

Zwei Hälften

«Die neue Infrastruktur bietet die Möglichkeit und die Flexiblität, Fragenstellungen aus der Praxis aufzunehmen, Lösungen zu testen und zu demonstrieren», macht Jonas Zürcher klar. So sind beispielsweise fixe und bewegliche Liegeboxentrennbügel montiert. «Wir stellen unseren Betrieb für Projektarbeiten für Studenten der Hafl in Zollikofen zur Verfügung», fügt er weiter an.  Viel Schweizer Lärchenholz wurde verbaut. «Das war eine sinnvolle Vorgabe.» 

Auffallend sind ein Laufsteg und eine Plattform über die Liegeboxen. So können Besucher das Geschehen individuell beobachten. Der Stall ist in zwei Hälften aufgeteilt. Eine für die bestehende Leistungsherde und die andere für die Weideherde, die während der Vegetationsperiode dauernd Zugang zur Weide hat. «Diese wird nach jedem Melken gewechselt, sozusagen als Lockmittel, damit die Kühe fürs Melken zum Roboter kommen.» Dieser wartet noch auf die Montage. 

Einmaliges Bienenhaus


Die Weideherde wird zu einem grossen Teil aus eigener Zucht aufgebaut. «Dazu verwenden wir Swiss-Fleckvieh-, aber auch Neuseeländische Holsteigenetik. Dafür wurden wir auch kritisiert. Aber die Viehzucht ist nun mal international geworden.» Es wird ein saisonales Abkalben angestrebt. Die ersten Tiere sind hochträchtig. Der Endspurt ist in vollem Gang. «Jetzt fehlen noch die Sanitäranschlüsse und die elektrische Installation», so Zürcher. Noch etwas: «Die ersten Bewohner im neuen Stall waren die Schwalben.»

Auch wenn das Lehrbienenhaus von Weitem wie ein Einfamilienhaus aussieht: Es ist einfach gehalten. Eine Fensterfront und viel Holz, kein Fundament, aber ein lebensmitteltauglicher Schleuderraum und ein Kühlraum. Werner Walter, selber auch Imker, schätzt Luft und Platz. «Hier lässt sich gut mit 20 Personen arbeiten. Und dank der Raumhöhe sind die Bienen ruhiger und finden leicht nach draussen.» Der Wallierhof ist eine der wenigen Schulen, die Weiterbildungskurse für Imker anbieten. Die neue Infrastruktur und die Bildungsgänge werden von der Fachstelle Bienen für die Imker des Kantons Solothurn und beider Basel angeboten.

Schlüsselübergabe ist am 17. August, am Wallierhoftag vom 26.8. können die Gebäude besichtigt werden. Im April 2019 ist ein Tag der offenen Türen für das landwirtschaftliche  Fachpublikum vorgesehen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE