6.04.2016 10:55
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Geld
Neue 50-Franken-Note enthüllt
Mit rund sechs Jahren Verspätung kommt nächste Woche die neuen 50-er Note in Umlauf. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hebt ein paar Tage vor der Lancierung den Vorhang und stellt den neuen Schein am Mittwoch der Öffentlichkeit vor.

Die neue 50-Franken-Note soll die erlebnisreiche Seite der Schweiz zeigen. Gestaltet hat die Note die Künstlerin Manuela Pfründer. Das Hauptelement ist der Wind, der den Erlebnisreichtum darstellt. Prägende Motive der neuen Banknoten sind die Hand und der Globus, die auf jeder Note zu finden sein werden.

Die Farben bleiben gleich wie bisher. So ist die neue 50er-Note grün. Geändert hat aber das Format. Alle neuen Scheine sollen kleiner und handlicher sein. Die neue 50er-Note ist der erste Schein der neuen Serie, die ab 12. April im Umlauf gebracht werden. Als nächste wird die Emission der 20-Franken-Note im Frühling 2017 folgen. Die übrigen Notenwerte werden im Halbjahres- oder Jahresrhythmus herausgegeben. Die Emission der neuen Serie soll 2019 abgeschlossen sein.

Alte Noten weiterhin gültig

Für einige Zeit die alte und die neue 50er-Note parallel im Umlauf sein. Die alten Note wird aber auch weiterhin volle Gültigkeit haben. Die SNB wird kontinuierlich die alten Noten, die ihr zurückgebracht werden, aus dem Verkehr ziehen. Die 50er-Note mit dem Portrait von Sophie Tauber-Arp wird einbehalten und vernichtet.

Nach den Erfahrungen beim letzten Übergang zu einer neuen Banknoten-Serie seien nach einem halben Jahr etwa zwei Drittel aller Noten ausgetauscht, sagte Fritz Zurbrügg, Vizepräsident des SNB-Direktoriums am Mittwoch vor den Medien in Bern.

Sicherheit gewährleisten

Nötig ist die neue Note, damit die Sicherheit gewährleistet ist. Durch technologische Verbesserungen werden auch Fälscher besser - darum muss die Notenbank jeweils einen Schritt voraus sein. Indem dass sie nun neue Noten mit neuen Sicherheitsmerkmalen herausgibt, hat sie wieder deutlich Vorsprung. Der Termin für die Lancierung der Serie war beim Projektstart im Jahr 2005 auf 2010 festgelegt worden. Doch wegen technischer Probleme verzögerte sich der Termin mehrmals.

Pannenserie im Vorfeld

Bei Orell Füssli, wo die Noten gedruckt werden, hatte das Konsequenzen. Der Chef der Sparte Sicherheitsdruck musste das Unternehmen 2013 verlassen, der damalige Unternehmenschef Michel Kunz nahm die Zügel der Sparte daraufhin selbst in die Hand. Allerdings ohne Erfolg - auch er musste das Unternehmen ein paar Monate später im Frühling 2014 verlassen.

Zudem wurden 2012 in der Produktion bei Orell Füssli Tausendernoten gestohlen. Für den Schaden musste das Unternehmen aufkommen. Orell Füssli druckt die Geldscheine seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Auch andere Länder lassen Noten bei Orell Füssli drucken. Das Unternehmen hält die Identität seiner Kunden aber geheim.

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