8.06.2019 08:25
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Käsemarkt
Neue Märkte für Schweizer Käse
Für die Schweizer Käsebranche war 2018 sowohl für den Export als auch fürden Inlandkonsum ein positives Jahr. Switzerland Cheese Marketing (SCM) will die Dynamik der Branche weiter stärken und intensiviert deshalb ihre Aktivitäten in sechs neuen Märkten.

In der Emmentaler-Schaukäserei in Affoltern im Emmental blickte die SCM gemeinsam mit ihren Aktionären auf die Aktivitäten im Jahr 2018 zurück. David Escher, Geschäftsführer von SCM, stellte erfreut fest, dass laut Nielsen-Daten "der Anteil der in der Schweiz eingekauften Schweizer Käse erneut zunimmt". Ausserdem stiegen die Exporte volumenmässig (+1,4%), sowohl in europäische als auch in aussereuropäische Märkte. Die SCM bewertet China, Finnland, Japan, Russland, Schweden und die USA als besonders interessante Märkte und hat sich entschieden, ihre Aktivitäten dort zu intensivieren.

Internationale Messen noch immer wichtig

Seit Herbst 2018 inszeniert SCM den Schweizer Käse in einer neuen Basiskampagne. Neun Werbespots sollen die inneren Mehrwerte von Schweizer Käse vermitteln. Das sei in unserer schnelllebigen, zunehmend oberflächlichen und stark digitalisierten Welt glaubhaft, zeigte sich Marketingchef Martin Spahr überzeugt.

Teilnahmen an internationalen Messen wie an der Internationalen Grünen Woche in Berlin oder der Fachmesse Sial in Paris bilden noch immer eine wichtige Basis, denn über Schweizer Käse könne man zwar schreiben und reden, aber eigentlich müsse man ihn vor allem auch probieren, meinte der Präsident des Verwaltungsrates, Lorenz Hirt.

Frischkäse nach wie vor Import-Schlager

Auch 2018 verzeichnete Frischkäse als wichtigster Importkäse das stärkste Wachstum. Während die Käseimporte im Vergleich zu 2017 insgesamt um 1'734 Tonnen (+3%) anstiegen, betrug der Zuwachs der Kategorie Frischkäse und Mozzarella rund 1'337 Tonnen, was etwa 80% des Mengenwachstums entspricht.

Der durchschnittliche Importpreis stieg dabei auf 6.85 Franken pro Kilogramm gegenüber 6.48 Franken im Jahr 2017 und zeigt sich noch immer unter dem durchschnittlichen Exportpreis von 8.93 Franken pro Kilogramm.

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