9.10.2014 13:28
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sam/sum
St. Gallen
Olma 2014 eröffnet
Am Donnerstag öffnete die 72. Olma ihre Tore. Die Besucher darf in den kommenden zehn Tagen ein abwechslungsreiches Programm erwarten. Dieses umfasst Information und Unterhaltung, Genuss und Wissensvermittlung, Folklore und Neuheiten, Brauchtum und Attraktionen aller Art. Mit Bildstrecke

Eröffnet wird die Olma in St. Gallen traditionellerweise vom Bundespräsidenten. Aussenminister Didier Burkhalter meisterte den Rundgang mit Bravour. Das kleine Ferkel fühlte sich offensichtlich wohl in den Händen des Neuenburgers. Burkhalter übte sich aber auch als Koch. Zusammen mit den Landfrauen kreierte er ein Menu. Ob er davon auch kostete, ist unklar.

Burkhalter: Qualität statt Masse

An der Olma zeige sich Tradition in Verbindung mit Kreativität und Innovation, sagte Bundespräsident Didier Burkhalter in seiner Eröffnungsrede im St. Galler Stadtheater. Die Stärke der Schweizer Landwirtschaft liege nicht in der monotonen Massenproduktion, sondern in der Pflege und Weiterentwicklung von traditionsreichen Qualitätsprodukten. Ein Beispiel dafür sei aus der Ostschweiz der Rheintaler Ribelmais: Ein traditionelles, fast vergessenes Produkt werde mit neuem Leben erfüllt, lobte Burkhalter.

Offenheit und Verantwortung

Die nachhaltige Landwirtschaft stosse auf Interesse über die Landesgrenzen hinaus. Verschiedene Länder Afrikas wie Senegal, Kenia und Äthiopien hätten den Gedanken der Nachhaltigkeit in ihre Politik integriert. «Und die Schweiz gibt ihre Erfahrung im Bereich der Landwirtschaft weiter», stellte der Bundespräsident fest.

In den kommenden 40 Jahren benötige die Bevölkerung auf der Welt 70 Prozent mehr Nahrungsmittel. Allerdings seien rund 40 Prozent der Böden erodiert und nicht mehr kultivierbar. «Bei der Lösung dieser schwierigen Aufgaben können Familienbetriebe und die integrierte Produktion, wie wir sie aus der Schweiz kennen, eine wesentliche Rolle spielen», so Burkhalter. Hier könne die Schweiz ihre Stärken einbringen und sich auch für die Welt nützlich zeigen.

Tag der Bäuerinnen

Es brauche dafür dieselbe Offenheit und Verantwortung, welche die Schweizer Bäuerinnen zeigten. Diese hätten Berufskolleginnen aus verschiedenen Ländern der Welt in die Schweiz eingeladen, um mit ihnen über den Alltag, das Leben und die Aufgaben auf dem Bauernhof sowie über Unterschiede und Gemeinsamkeiten in verschiedenen Ländern zu diskutieren, sagte Burkhalter.

Damit spielte der Bundespräsident auf eine der Veranstaltungen an der diesjährigen Olma an: Am 16. Oktober findet der Tag der Bäuerinnen statt, an dem über Landwirtschaftsbetriebe in anderen Weltgegenden diskutiert wird. Eingeladen sind Bäuerinnen aus Kolumbien, Tschad, Myanmar und Kanada.

400'000 Besucher erwartet

Die Olma bietet bis am 19. Oktober ein vielfältiges Programm. Die Besucher haben die Möglichkeit, Jodel- und Hackbrettklängen zu lauschen, Käsespezialitäten zu degustieren, Tiere zu bestaunen oder beim Säulirennen zu wetten. In der Themenhalle „Erlebnis Nahrung“ wird gezeigt, was heute für die meisten Konsumenten kaum mehr ersichtlich und nachvollziehbar ist. Sie führt die Besucher entlang der Wertschöpfungskette durch Landwirtschaft, Verarbeitung, Detailhandel und Markt in die Küche und an den Esstisch.

Die Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung dauert elf Tage und wird gegen 400'000 Besucherinnen und Besucher anlocken. Gastkanton ist Luzern. Die Olma dauert bis zum 19. Oktober. Gastkanton an der 72. Ausgabe ist Luzern mit einer Sonderschau unter dem Motto «Rüüdig guet! Lozärn». Zum Auftritt gehört am Samstag der traditionelle Olma-Umzug mit rund 1500 Teilnehmenden.

Auf einer Fläche von 27'000 Quadratmetern präsentieren sich an der Olma 642 Aussteller. Angekündigt sind über 20 Sonderschauen, Informationsstände und Präsentationen von Produkten.sda

Wichtige Infos:

Datum: 9. - 19. Oktober 2014
Öffnungszeiten: Messe 09.00 - 18.00 Uhr
Degustationshallen 4 und 5 10.00 - 19.00 Uhr
Rest. Moststube (Halle 5) 10.00 - 23.30 Uhr
Messeschluss: Sonntag, 19.10. 18.00 Uhr
Belegte Hallen: 8 Ausstellungshallen
Aussteller: 624
Gesamtfläche: (Hallen + Freigelände) 49'363 m2
Stand- und Sonderschauflächen
in Hallen: 23‘481 m2 (Vorjahr 23’449 m2)
im Freien: 4‘022 m2 (Vorjahr 3’813 m2)
Total: 27’503 m2 (Vorjahr 27'262 m2)

Eintrittspreise (inkl. MwSt.)
Tageskarte
- Erwachsene CHF 17.00
- Jugendliche 6-15 Jahre, Studenten, Lehrlinge, IV-Bezüger CHF 10.00
- Inhaber General-Abo (Bitte am Abgangsbahnhof lösen
und Gutschein an der Messekasse umtauschen) CHF 15.00
Familientageskarte
- 1-2 Erwachsene und max. 4 Jugendliche 6-15 Jahre CHF 45.00
Abendkarte
- ab 17 Uhr, einmaliger Eintritt CHF 10.00
Dauerkarte
- Erwachsene CHF 45.00
- Jugendliche 6-15 Jahre, Studenten, Lehrlinge, AHV/IV-Bezüger CHF 27.00
Tickets online kaufen - mehr Zeit für den Messebesuch
- Via Internet: www.olma.ch >Tickets
- Via Smartphone: m.olma.ch >Tickets
- Via Online Shop Rail Away/SBB: sbb.ch/olma

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