16.05.2019 09:50
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Luzern
Pachtvertrag doch verlängert
Die Parteien haben am Burgrain haben sich doch noch einigen können. Die Stiftung Agrovision Muri erstreckt den Pachtvertrag mit der Pächtergemeinschaft Bernet/Nussbaumer bis Ende 2024, teilt die Stiftung am Donnerstag mit. Noch im November teilt sie mit, die Verträge nicht verlängern zu wollen.

Nun kommt es auf dem Biobetrieb Burgrain doch noch zu einem Happy End. Offenbar haben mehrere Gespräche den Durchbruch ermöglicht. «Kommunikation heisst im Leben im besten Fall miteinander reden. Die Stiftung Agrovision Muri und die beiden Pächter haben sich gefunden und gütlich geeinigt. Die Kultur des gemeinsamen Gesprächs hat beide Seiten gestärkt», schreibt die Stiftung in einer Medienmitteilung am Donnerstag. 

Somit bleibt Josef Bernet bis zu seiner Pensionierung am 31. Oktober 2021 Pächter, der Pachtvertrag von Andreas Nussbaumers ist bis zum 31. Dezember 2024 erstreckt worden. «Nach Auflösung des Pachtvertrages ist eine weitere längere Zusammenarbeit aus heutiger Sicht denkbar», heisst es in der Mitteilung weiter. Die beiden Parteien wollen sich künftig zweimal jährlich über die Strategie und Ziele austauschen.

Pächter und die Stiftung habe sich darauf geeinigt, den Betrieb verstärkt auf Strategie «BioPlus» auszurichten. Das umfasst eine konsequente landwirtschaftliche Bewirtschaftung nach biologischen und ökologischen Kriterien. Der Betrieb soll die Bioproduktion vorleben und der Gesellschaft zugänglich machen.

Erst im vergangenen November teilte die Stiftung Agrovision Muri mit, den langjährigen Pachtvertrag mit Andreas Nussbaumer und Josef Bernet per 2020 nicht mehr zu verlängert. Die beiden Landwirte bewirtschaften den 40 ha Biohof seit vielen Jahren. Der Musterbetrieb wurde 2015 mit zwei Sonderpreisen mit der Bio-Gourmet-Knospe ausgezeichnet, 2016 mit dem Tourismuspreis der Region Luzern West für «Erlebnis Agrovision Burgrain« und belegte 2017 am Grand Prix Bio Suisse mit RegioFair den ersten Preis. Andi Lieberherr, der als Geschäftsführer die Bio-Handelsplattform RegioFair sowie das Erlebnis Agrovision am Burgrain mit Laden, Verarbeitung und Restaurant zu einem beispielhaften Betrieb aufgebaut hat, kommunizierte seinen Abgang. 

Die Stiftung führte im November 2018 auch aus, was «BioPlus» heisst. Dies umfasst eine noch kompromisslosere Umsetzung der Bio-Vorschriften. Laut Stiftungspräsident Rolf Thumm soll sich der Betrieb schweizweit als Vorbild etablieren. Will heissen Kühe mit Hörnern, mehr Biodiversität, mehr Bäume und Hecken. «Es wäre schön, wenn wir in fünf bis zehn Jahren sagen könnten: seht her, es geht auch so», sagte Stiftungspräsident Rolf Thumm damals.

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