16.06.2016 14:34
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bund
Petiton gegen Stellenabbau
Die Mitarbeitenden der Forschungsanstalt Agroscope wehren sich gegen eine Restrukturierung und den damit verbundenen Abbau von 14 Stellen. Die Reform gefährde die praxisnahe landwirtschaftliche Forschung, heisst es in einer Petition.

Vertreter von Agroscope und dem Personalverband des Bundes (PVB) übergaben die Petition am Donnerstag in Bern der Bundeskanzlei. Die 664 Unterzeichnenden - fast zwei Drittel der Angestellten - verlangen vom Bundesrat, dass das Reformprojekt Agroscope 18+ gestoppt wird, «damit die betroffenen Partner zusammen eine Lösung finden können». Zudem kritisieren sie die vom Parlament geforderten Einsparungen.

Anfang April hatte Agroscope bekannt gegeben, seine Führungsstrukturen zu vereinfachen. Die heutigen vier Forschungsinstitute und 19 Forschungsbereiche sollen 2017 aufgehoben und durch 10 Einheiten ersetzt werden. 24 Stellen werden gestrichen. Einige der vom Abbau betroffenen 24 Führungspersonen dürften als Leitende der 10 neuen Einheiten wieder zum Zug kommen. Allerdings möglicherweise an anderen Standorten.

Agroscope würden mit den voraussichtlich 14 Abgängen wichtige Kompetenzen und ein grosses Fachwissen abhanden kommen, fürchten die Petitionäre. Die Reform laufe den Bedürfnissen der Landwirtschaft und den Interessen der gesamten Bevölkerung zuwider. Zudem seien die Mitarbeitenden von der erneuten Umstrukturierung völlig überrascht und nicht in die Überlegungen einbezogen worden.

Bereits 2014 war die landwirtschaftliche Forschungsanstalt mit vier Instituten unter der Leitung eines CEOs neu aufgestellt worden. Sie sollte damit effizienter, flexibler und praxisnaher werden. Diese Ziele seien nur teilweise erreicht worden, begründete Agroscope im April die weiteren Reformschritte. Zudem habe sich die finanzielle Situation der Forschungsanstalt aufgrund von laufenden Sparprogrammen verschärft.

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