11.04.2018 09:11
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Lebensmittel
Regionale Produkte bevorzugt
Reader's Digest hat Schweizer Konsumenten auf ihr Einkaufverhalten bezüglich Nachhaltigkeit befragt. Gemäss der «Trusted Brands 2018»-Umfrage ist die Bereitschaft höher, für regionale Produkte einen Zuschlag zu bezahlen als für Bioprodukte. Gewünscht werden auch klar erkennbare Packungsinformationen über den Inhalt.

Insgesamt verlangen gemäss dieser Umfrage 74 Prozent der Befragten, dass deutlich mehr Produkte nachhaltig hergestellt werden sollten. Ausgeprägter ist dieser Wunsch bei über 60-Jährigen (78%) und bei den Romands (79%). 

Weiter geht aus dieser Befragung hervor, dass 57 Prozent bereit sind, für nachhaltige Lebensmittel mehr zu bezahlen. Deutlicher noch ist der Wille, für regionale Produkte einen Zuschlag zu entrichten (62 Prozent). Bei den Bio-Produkten ist die Bereitschaft, tiefer in die Tasche zu greifen, weniger ausgeprägt. «Nur» 43 Prozent der Befragten sind bereit, für solche Produkte einen Zuschlag zu bezahlen.

Deutlich mehr als die Hälfte der Befragten sind der Ansicht, dass sich bei bestimmten Produkten Bio-Qualität lohnt. Frauen stimmen der Aussage mit 63 Prozent stärker zu als Männer mit 52 Prozent. Und 60 Prozent der 18 bis 29-Jährigen und 57 Prozent der über 60-Jährigen finden zumindest einzelne Bio-Produkte attraktiv. Zudem sind 55 Prozent der Umfrageteilnehmer der Ansicht, dass Bioprodukte weniger mit Pestiziden belastet sind als konventionelle. Aber nur 40 Prozent denkt dabei an die eigene Gesundheit.

Wichtig für die Konsumenten ist aber die Deklaration auf der Verpackung. 68 Prozent der Befragten verlangen deutliche Angaben, wieviel Zucker, Salz und Kalorien ein Produkt enthält. Mit dem Alter steigt dieses Bedürfnis. 79 Prozent der über 60-Jährigen verlangen mehr Angaben, aber «nur» 59 Prozent der 18 bis 29-Jährigen. Von 61 Prozent der Befragten wird die Deklaration auf industriell hergestellten Produkten als schlecht verständlich taxiert.

«Trusted Brands» ist eine unabhängige Studie und misst seit 2001 jährlich das Markenvertrauen von Konsumenten. Sie zählt nach eigenen Angaben zu den etabliertesten und grössten Konsumentenstudien. Einzigartig bleibe der Ansatz, die Markenfrage ungestützt, also ohne jegliche Markenvorgabe zu stellen, heisst es in der Mitteilung von Reader's Digest. Die Konsumenten allein geben preis, welche Vertrauensmarke bei ihnen ganz oben steht. Insgesamt wurden 2300 Personen befragt.

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