9.12.2018 07:19
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Rekordstrecke an Wildschweinen
In Schleswig-Holstein sind im zurückliegenden Jagdjahr so viele Wildschweine erlegt worden wie niemals zuvor.

Das geht aus dem „Jahresbericht zur biologischen Vielfalt 2018“ hervor, den das Landwirtschaftsministerium am vergangenen Donnerstag in Kiel vorgestellt hat. Demnach wurden in dem Bundesland im Jagdjahr 2017/18 insgesamt rund 19 000 Stück Schwarzwild geschossen; das waren 4 000 mehr als im Vorjahr.

Im Jahr 2015/16 waren etwa 12 000 Schwarzkittel erlegt worden, im Jahr davor 11 000 und 2013/14 ungefähr 9 000. Die jüngste Entwicklung im zurückliegenden Jahr nahm Ressortchef Jan Philipp Albrecht als Beleg für das Greifen der Präventionsmassnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP), darunter die Zulassung künstlicher Lichtquellen bei der Jagd auf Schwarzwild und die Aussetzung der Gebühr für die Trichinenuntersuchung für zunächst zwei Jahre. Angesichts der immer näher rückenden Tierseuche seien aber auch weiterhin erhebliche Anstrengungen erforderlich, um die Schwarzwilddichte im Land weiter zu reduzieren.

Kostenloses Saatgut

Ferner bleiben dem Bericht zufolge auch die Schalenwildbestände in Schleswig-Holstein auf einem anhaltend hohen Niveau und bedürfen kontinuierlich einer intensiven Bejagung. In weiteren Kapiteln des Berichts geht es unter anderem um die Bestandsentwicklung von Saatkrähen und der Lungenflechte, um Neophyten in Küstenlebensräumen und um Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität, etwa um das Projekt „Schleswig-Holstein blüht auf“.

In dessen Rahmen wird Landwirten kostenlos Saatgut für die Anlage von Blühflächen bereitgestellt. Ziel ist die Bekämpfung des Insektensterbens. Dieses macht nach Einschätzung von Albrecht auch eine konsequente Verringerung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes notwendig. Schleswig-Holstein sei deshalb gerade dabei, eine Landesstrategie auf den Weg zu bringen, in die insbesondere auch die Landwirte und Gartenbesitzer eingebunden würden. 

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